Aktualisiert

Motivierter NationalstürmerJetzt ist Seferovic endlich fit und will angreifen

Zuerst Senkrechtstarter, dann der Einbruch: Für Haris Seferovic kann es nach der Corona-Zwangspause nur noch besser werden.

von
Fabian Sangines
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Ein Bild aus besseren Tagen: Letzte Saison war Haris Seferovic noch Torschützenkönig der portugiesischen Liga.

Ein Bild aus besseren Tagen: Letzte Saison war Haris Seferovic noch Torschützenkönig der portugiesischen Liga.

Keystone/Antonio Cotrim
Aktuell läuft es beim Schweizer Nationalstürmer alles andere als geplant.

Aktuell läuft es beim Schweizer Nationalstürmer alles andere als geplant.

Epa/Rodrigo Antunes
Tore wie hier in der Champions League sind in dieser Saison eine Seltenheit. Nun möchte er seine Kritiker zum Schweigen bringen.

Tore wie hier in der Champions League sind in dieser Saison eine Seltenheit. Nun möchte er seine Kritiker zum Schweigen bringen.

Epa/Antonio Cotrim

Plötzlich war er die ganz grosse Nummer. Nach schwierigen Jahren in Italien, Spanien und Deutschland blühte Haris Seferovic vergangene Saison bei Benfica Lissabon auf, schoss in 29 Ligaspielen 23 Tore und bereitete 6 weitere vor. Eine Traumquote, die mit der Torjägerkrone der Liga NOS belohnt wurde. Klar, dass der 28-Jährige zum Publikumsliebling wurde.

Ein Jahr ist seit dieser Krönung vergangen, doch Seferovics Situation hat sich drastisch verändert. Er ist nicht mehr der gefeierte Torjäger – ja, er wird weder gefeiert, noch trifft er das Tor. Zumindest kaum.

Gerade mal zwei Tore

Mitte Februar sagte der langjährige portugiesische Sportjournalist Duarte Monteiro dem «Blick» dazu: «Momentan sehen wir jenen Seferovic wieder, den viele in der Schweiz kennen: einen, der auch die einfachsten Tore nicht erzielt.» Oder in Zahlen: 2 Törchen erzielte der Linksfuss in den ersten 24 Runden – das letzte datiert vom 21. September. Und fast noch schlimmer: Seit November stand er gerade mal noch in 2 von 16 Meisterschaftsspielen von Beginn an auf dem Platz.

«So lala», sei die Saison bisher gewesen, bilanziert Seferovic im TV-Sender Mysports. Wadenprobleme plagten den Stürmer, der sich selber so unter Druck setzte, dass er dabei vergass, auf seinen Körper zu hören: «Nach der ersten Verletzung wollte ich nicht zu viele Spiele verpassen und spielte nach drei Wochen schon wieder, statt fünf bis sechs Wochen zu warten, wie es der Arzt gesagt hatte.»

Sein Konkurrent ist Top-Torschütze

Genützt hat es herzlich wenig, seinen Stammplatz verlor er an den 24-jährigen Brasilianer Carlos Vinicius. Und die Erfolgsquote gibt dem Trainer recht. Mit 15 Treffern ist Carlos Vinicius aktuell Top-Torschütze der Liga – gefolgt von Teamkollege Pizzi. «Er hat einen guten Job gemacht und seine Chance genützt», findet denn Seferovic.

So gesehen kam die Corona-Zwangspause für ihn zur richtigen Zeit, endlich konnte er die Verletzung richtig auskurieren: «Sie ist nun richtig verheilt.» Sagte Benfica-Kenner dem «Blick» damals noch, Seferovics Selbstvertrauen sei weg, klingt das nun ganz anders. In neuer Frische sagt er gegenüber Mysports: «Jetzt wollen wir Meister werden. Ein anderes Ziel gibt es nicht.»

Aufgrund von zwei Remis kurz vor der Unterbrechung liegt Benfica mit einem Punkt Rückstand auf Leader Porto nach 24 Runden auf dem zweiten Platz. Zum Start empfängt Benfica heute Abend das abstiegsbedrohte Tondela (20.15 Uhr).

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2 Kommentare
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us-Kruste

04.06.2020, 12:08

Er sagt uns, wir sollen mit Emirates fliegen. Wohin denn und ist das nicht klimaschädlich?

Robby Lobster

04.06.2020, 10:47

Wie Shaqiri ein total überbewerteter Fussballer, der noch nie konstant seine Leistung gebracht hat.