Ärger mit der Polizei: Jetzt ist Sido endgültig ein Spiesser
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Ärger mit der PolizeiJetzt ist Sido endgültig ein Spiesser

Während er früher wegen Körperverletzung oder Beleidigung vor Gericht stand, will die Berliner Polizei jetzt wegen einer bünzligen Bagatelle mit Rapper Sido reden.

von
cem

Kaum ein anderer Rapper polarisiert so sehr wie Sido. Dank seinen teilweise anstössigen Texten und der unverkennbaren Maske wurde er zum Held der Jugend - und zum Bürgerschreck. Doch mit ziemlich bürgerlichen Problemen muss sich Sido jetzt herumschlagen: Wegen eines fehlenden Angelbrevets ist die Polizei auf ihn aufmerksam geworden.

Der heute 31-jährige Berliner wurde bekannt als «der Junge von der Strasse» und wuchs in prekären Verhältnissen auf. 2009 hatte er ein Verfahren wegen Beleidigung, Bedrohung und versuchter Körperverletzung am Hals.

Sinneswandel: Vom Rüpel zum Spiesser

In der letzten Zeit scheint Sido einen Wandel durchgemacht zu haben. Paul Würdig, so der Rapper mit bürgerlichem Namen, nähert sich immer mehr dem gutbürgerlichen Spiessertum. Er führt nicht nur seit über sechs Jahren eine bislang erfolgreiche Beziehung mit Doreen Steinert (ehemalige Nu-Pagadi-Sängerin),, sondern versöhnte sich als Krönung sogar mit seinem langjährigen Erzfeind Bushido.

Ein Interview mit Folgen

Genau diese monumentale Versöhnung wurde dem einstigen Maskenmann zum Verhängnis: Der «Kulturspiegel» lud Sido und Bushido im November zu einem Interview ein - am Tegeler See in Berlin zum Fischen. Während des Interviews stellte sich heraus, dass Sido kein Angelbrevet besitzt. Dies stiess einem gesitteten Bürger sauer auf: Er verpetzte den Rapper anonym bei der Berliner Polizei.

Bushido wird nun zur Zeugenaussage für Sidos Vergehen aufgerufen. Den Brief postete Bushido am 2. Januar 2012 auf Facebook. Doch Bushido, und vermutlich auch Sido, nehmens gelassen: «Hier mein persönlicher Gewinner beim 'Brief des Jahres 2011'!», witzelt Bushido.

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