In Mallorca stillgelegt – Jetzt ist Viktor Vekselbergs Superjacht Tango ins Visier des FBI geraten
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In Mallorca stillgelegtJetzt ist Viktor Vekselbergs Superjacht Tango ins Visier des FBI geraten

Erneut ist eine Superjacht eines russischen Oligarchen festgesetzt worden: Die 120 Millionen Dollar teure Tango wurde am Montag in Palma de Mallorca von Ermittlern der spanischen Behörden und des FBI durchsucht.

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Die Tango wird auf einen Wert von 120 Millionen Dollar geschätzt.

Die Tango wird auf einen Wert von 120 Millionen Dollar geschätzt.

superyachtfan.com
Sie gehört dem russischen Investor Viktor Vekselberg.

Sie gehört dem russischen Investor Viktor Vekselberg.

Imago
Das Schiff ist derzeit …

Das Schiff ist derzeit …

REUTERS

Darum gehts

  • Das FBI und spanische Fahnder haben die 78-Meter-Superjacht «Tango» im Hafen von Palma de Mallorca durchsucht.

  • Diese gehört Oligarch Viktor Vekselberg, einem engen Bekannten Wladimir Putins.

  • Vekselberg war auch in der Schweiz als Investor tätig und hat in Zug einen Wohnsitz.

US-Bundesbeamte und die spanische Guardia Civil haben am Montag die Jacht eines russischen Oligarchen im Hafen von Palma de Mallorca durchsucht. Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachteten am Montagmorgen, wie Polizisten auf dem Boot in der Marina Real der Hauptstadt der Baleareninsel Mallorca ein- und ausgingen. Ein spanischer Polizeisprecher bestätigte, dass Beamte der spanischen Polizei und des FBI am Montagmorgen im Hafen waren, um das Schiff zu durchsuchen. Einzelheiten würden später bekannt gegeben.

Bei der stillgelegten Jacht handelt es sich um die 78 Meter lange Tango, die unter der Flagge der Cook-Inseln fährt und von der Plattform Superyachtfan.com, die die grössten und exklusivsten Freizeitboote der Welt auflistet, auf 120 Millionen US-Dollar geschätzt wird.

Sie gehört zu den Vermögenswerten, die mit dem 64-jährigen Viktor Vekselberg in Verbindung gebracht werden, einem Milliardär und engen Verbündeten des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er führt die in Moskau ansässige Renova-Gruppe, ein Konglomerat, das laut Dokumenten des US-Finanzministeriums Metalle, Bergbau, Technologie und andere Vermögenswerte umfasst. Vekselbergs gesamtes Vermögen in den USA wurde eingefroren und US-Unternehmen ist es untersagt, mit ihm und seinen Unternehmen Geschäfte zu machen. Auch in der Schweiz hält Vekselberg namhafte Beteiligungen an bedeutenden Firmen. Er hat nebst in Moskau auch im Kanton Zug einen Wohnsitz.

Der in der Ukraine geborene Geschäftsmann Vekselberg hat seit langem Verbindungen zu den USA, unter anderem durch eine Green Card, die er einst besass, und durch Häuser in New York und Connecticut. Sein Vermögen durch Investitionen in die Aluminium- und Ölindustrie hat er in der postsowjetischen Ära aufgebaut. Er wurde auch im Rahmen der Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zur russischen Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 befragt.

Lange Reihe beschlagnahmter Jachten

Vekselberg wurde bereits 2018 zum ersten Mal von den USA sanktioniert. Auch Grossbritannien hat ihn mit Sanktionen belegt. Das US-Justizministerium und das Finanzministerium haben nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine Initiativen zur Durchsetzung von Sanktionen eingeleitet, um riesige Boote und andere Vermögenswerte russischer Eliten zu beschlagnahmen und einzufrieren.

Das Weisse Haus hatte erklärt, dass viele verbündete Länder, darunter Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und andere, an der Sammlung und dem Austausch von Informationen gegen die von den Sanktionen betroffenen Russen beteiligt seien. In seiner Rede zur Lage der Nation warnte Präsident Joe Biden die Oligarchen: «Wir werden uns Ihre unrechtmässigen Gewinne holen.»

In den vergangenen Wochen waren bereits mehrere Jachten russischer Oligarchen beschlagnahmt worden, darunter die Phi in London, die Amore Vero von Rosneft-Chef Igor Iwanowitsch Setschin in La Ciotat oder die Dilbar von Alisher Usmanow. Der Flotte von Roman Abramowitsch – es soll sich um fünf Schiffe im Gesamtwert von einer Milliarde Franken handeln – droht das selbe Schicksal. Nach wie vor ungeklärt sind die Besitzverhältnisse um die Scheherazade, die in Carrara in Italien im Trockendock liegt und laut Gerüchten Wladimir Putin selbst gehören soll. 

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(trx)

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