Aktualisiert 14.05.2020 14:15

Für 46 Millionen Franken

Jetzt kannst du wohnen wie John Lennon und Yoko Ono

Um den eiskalten Wintern von New York zu entfliehen, kauften sich Beatles-Star John Lennon und Ehefrau Yoko Ono 1980 ein Anwesen im warmen Palm Beach am Meer. Die Freude währte nur kurz – wenige Monate nach dem Kauf wurde Lennon erschossen. Nun steht das Traumhaus zum Verkauf.

von
Lucien Maurice Esseiva
Das Anwesen El Solano von John Lennon und Yoko Ono steht für 46 Millionen Franken zum Verkauf.

Das Anwesen El Solano von John Lennon und Yoko Ono steht für 46 Millionen Franken zum Verkauf.

 Andy Frame Photography/Christian Angle Real Estate

Mit den Beatles und dem Namen John Lennon lässt sich auch heute noch gutes Geld verdienen – auch auf dem Immobilienmarkt. Bestes Beispiel dafür ist das prächtige Anwesen in Palm Beach, Florida, das laut dem «Wall Street Journal» gerade für etwas mehr als 46 Millionen Franken zu haben ist. Dabei haben John Lennon und Yoko Ono dort wohl gar nie gewohnt. Denn kurz nachdem sie die Villa erstanden hatten, wurde John Lennon im Dezember 1980 in New York von einem geistig verwirrten Mann erschossen.

John Lennon und Yoko Ono im Jahr 1972 in New York.

John Lennon und Yoko Ono im Jahr 1972 in New York.

KEYSTONE

John und Yoko bezahlten 725’000 Dollar

Die Beatles bei der Aufzeichnung der «Ed Sullivan Show» am 9. Februar 1964 in New York. Von links: Paul McCartney, George Harrison und John Lennon, am Schlagzeug sitzt Ringo Starr.

Die Beatles bei der Aufzeichnung der «Ed Sullivan Show» am 9. Februar 1964 in New York. Von links: Paul McCartney, George Harrison und John Lennon, am Schlagzeug sitzt Ringo Starr.

KEYSTONE

Grund für den Umzug von New York nach Palm Springs (John Lennon und Yoko Ono lebten dort seit 1971) sollen die brutal kalten Winter gewesen sein, schreibt das «Wall Street Journal». Das Haus mit dem klingenden Namen El Solano hätten der Musiker und seine Frau gekauft, ohne es je gesehen zu haben. Sie schickten einfach einen Angestellten nach Florida, der Polaroid-Fotos der Liegenschaft schoss und John und Yoko vorlegte, schreibt Robert Rosen in seinem Buch «Nowhere Man: The Final Days of John Lennon».

Yoko Ono machte in sechs Jahren 2,4 Millionen Gewinn

El Solano blieb nach dem Tod von John Lennon nur sechs Jahre im Besitz von Yoko Ono, 1986 verkaufte sie das Anwesen für 3,15 Millionen Dollar und machte so einen satten Gewinn von 2,4 Millionen in nur sechs Jahren. Die Kasse klingelt seither ununterbrochen weiter. Die aktuellen Besitzer blätterten 2016 lediglich 26 Millionen hin. Sollte es mit der Verkauf klappen, so würde das einen Gewinn von über 21 Millionen in nur vier Jahren bedeuten.

1300 Quadratmeter Wohnfläche, 7 Schlafzimmer, 9 Bäder

Immerhin bekommt man für die 46 Millionen Franken auch ziemlich viel Haus. Neun Schlafzimmer, etliche Wohnzimmer, eine Bibliothek, ein Studierzimmer und eine Bar verteilen sich auf gut 1300 Quadratmeter Wohnfläche. Vor dem Haus liegt das Meer und hinter dem Haus kann man entweder im Pool plantschen oder ein Partie Tennis auf dem Rasenplatz spielen. Wimbledon lässt grüssen.

Bei solchen Eckdaten wirkt die Garage für nur drei Autos fast schon mickrig. Gut fürs Ego könnten da die prominenten Nachbarn sein. Musiker Rod Stewart wohnt gleich nebenan und auch das Megaanwesen «Mar-a-Lago» von Donald Trump ist nur einen Katzensprung entfernt.

So könntest du für 47 Millionen Franken wohnen

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Diese Aussicht aus dem Wohnzimmer wollten John Lennon und Yoko Ono geniessen.

Diese Aussicht aus dem Wohnzimmer wollten John Lennon und Yoko Ono geniessen.

Andy Frame Photography/Christian Angle Real Estate
Doch zu kuscheligen Momenten dürfte es nie gekommen sein. Wenige Monate nach dem Kauf im Jahr 1980 wurde Lennon in New York erschossen.

Doch zu kuscheligen Momenten dürfte es nie gekommen sein. Wenige Monate nach dem Kauf im Jahr 1980 wurde Lennon in New York erschossen.

Andy Frame Photography/Christian Angle Real Estate
Lennon und Ono wollten der Kälte New Yorks entfliehen und im warmen Florida ausspannen.

Lennon und Ono wollten der Kälte New Yorks entfliehen und im warmen Florida ausspannen.

Andy Frame Photography/Christian Angle Real Estate
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8 Kommentare
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Santsch

22.05.2020, 17:51

Aussen hui, innen pfui

Nicky

22.05.2020, 17:15

Ja, ein Öl-Prinz oder ein Drogen-Boss, für solche ist es nur ein Schnäppchen, ein Sommerhaus mehr nicht; wer brauchts sonst so einen dekadenten Luxus, wo so viele Armut herrscht. Ein Trauriges Welt der Superreichen!

Schwupps

22.05.2020, 18:00

Die Einrichtung beweist wieder mal, dass sich Geschmack mit allem Geld der Welt nicht kaufen lässt! Manchmal wäre weniger mehr! Ausserdem würde ich in Florida gar nichts mehr am Meer kaufen - wird irgendwann verschwunden sein!