Wegen Rummel um «Mohrenköpfe»: Jetzt können Schleckmäuler in «Bünzlichöpf» beissen
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Wegen Rummel um «Mohrenköpfe»Jetzt können Schleckmäuler in «Bünzlichöpf» beissen

Ein Aargauer Bäcker geht wegen der Diskussion um «Mohrenköpfe» in die Offensive und verkauft nun «Bünzlichöpf». Diese gehen reihenweise über die Ladentheke. Der Bäcker produziert die Süssigkeit von Hand und mit weisser Schokolade.

von
Daniela Gigor
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Daniel Waber scheint bei der Produktion der «Bünzlichöpf» viel Freude zu haben.

Daniel Waber scheint bei der Produktion der «Bünzlichöpf» viel Freude zu haben.

Die «Bünzlichöpf» sind seine Antwort auf die Diskussion um den «Mohrenkopf».

Die «Bünzlichöpf» sind seine Antwort auf die Diskussion um den «Mohrenkopf».

Der Chef produziert die «Bünzlichöpf» von Hand.

Der Chef produziert die «Bünzlichöpf» von Hand.

Darum gehts

  • Jetzt veräppelt die Backerei Waber mit ihren «Bünzlichöpf» die Weissen.
  • Daniel Waber produziert aber auch klassische «Mohrenköpfe». Auch er hält am Namen fest, weil er diese nach alten Methoden und mit alten Rezepten herstellt.
  • Seine Produktion von 300 bis 400 «Bünzlichöpf» werden verkauft wie «frische Weggli».

Die Bäckerei Waber im aargauischen Brittnau hat wegen der Diskussion rund um den Begriff «Mohrenköpfe» eine kreative Idee umgesetzt. Sie produziert nun das Pendant mit weisser Schokolade überzogen und verkauft die süsse Kreation unter dem Namen «Bünzlichöpf».

Wabers «Bünzlichöpf» werden in Handarbeit produziert. Innerhalb von vier bis fünf Arbeitstunden der Bäcker 300 bis 400 Stück und die Nachfrage der Kundschaft sei derart gross, dass er auch an seinem freien Tag eine Serie produziere. Sein Beitrag auf Facebook sei weit über die Region hinaus geteilt worden und so könne es kommen, dass Kunden wieder ohne «Bünzlichöpf» abziehen müssten, weil die vorproduzierte Wochenration nur noch knapp für einen Tag ausreiche, bevor sie wieder ausverkauft sei.

Team ist während Brainstorming auf den «Bünzli» gekommen

«Angesichts des ganzen Rummels um den ‹Mohrenkopf› haben wir uns gedacht, dass wir eigentlich weisse ‹Mohrenköpfe› produzieren könnten», erzählt Inhaber Daniel Waber dem «Zofinger Tagblatt». Auf den Namen sei Waber bei einem Brainstorming gekommen. Auf den Begriff «Bünzli» habe man sich schnell geeinigt.

Jedoch verkauft Waber in seiner Bäckerei auch den klassischen «Mohrenkopf». Für ihn komme es nicht in Frage, den Namen der mit dunkler Schokolade überzogenen Schaum-Waffel-Delikatesse zu wechseln: «Wir produzieren nach alten Methoden und mit alten Rezepten. Daher tragen unsere Produkte die alten Namen», sagt er.

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