Hunde im Corona-Einsatz : Jetzt kommen die Covid-19-Schnüffler in der Schweiz
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Hunde im Corona-Einsatz Jetzt kommen die Covid-19-Schnüffler in der Schweiz

In den kommenden Tagen werden in der Schweiz Hunde zu Covid-19-Schnüfflern ausgebildet. Die Tiere sollen Corona-Infizierte riechen können.

von
Sven Forster
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Corona oder kein Corona? 

Corona oder kein Corona?

Ole Spata/dpa
In den kommenden Tagen werden in der Schweiz Covid-19-Schnüffler ausgebildet. 

In den kommenden Tagen werden in der Schweiz Covid-19-Schnüffler ausgebildet.

Ole Spata/dpa
International hat man damit bereits gute Erfahrungen gemacht. Der belgische Schäferhund Filou wurde in  Deutschland bereits ausgebildet. 

International hat man damit bereits gute Erfahrungen gemacht. Der belgische Schäferhund Filou wurde in Deutschland bereits ausgebildet.

Ole Spata/dpa

Darum gehts

  • In der Schweiz werden drei Corona-Spürhunde ausgebildet.

  • Sie sollen Infizierte erschnuppern.

  • International hat man mit Corona-Hunden schon gute Erfahrungen gesammelt.

In Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee und dem Sicherheitsdienst der UNO bildet das Universitätsspital Genf (HUG) neu Corona-Spürhunde aus. Wie die «Sonntagszeitung» schreibt, werden drei Hunde in den kommenden Tagen ihre Ausbildung als Covid-19-Schnüffler starten.

Nach Aussagen von Manuel Schibler vom HUG sollen die Hunde eine günstige und zugleich sympathische Alternative zu anderen Test-Möglichkeiten sein. Erste Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass die Hunde ein sehr verlässliches Ergebnis erschnüffeln. Beim HUG spricht man von einer Effizienz von fast 90 Prozent. Bestätigten die Genfer Schnüffler diese Resultate, könnten künftig Hunde auch in der Schweiz eingesetzt werden. «Überall dort, wo ein Infektionsherd vermutet wird – in Schulen, Unternehmen, bei Grossanlässen wie Konferenzen oder Sportveranstaltungen», so das HUG.

Einsatz von Tieren eine politische Entscheidung

Zwei Hunde werden vom Sicherheitsdienst der UNO gestellt, ein Schnüffler stammt von der Schweizer Armee. Beim Hund der Armee handelt es sich um einen Malinois. Die drei Tiere stehen bereits als Drogen- oder Sprengstoffhunde im Einsatz. Wie Stefan Brotschi von der Schweizer Armee sagt, wird deshalb die Ausbildung der Hunde nicht sehr lange gehen.

Der Hund erschnüffle im Fall von Covid-19 die befallenen menschlichen Zellen. Brotschi erklärt: «Diese verändern bei einer Virusinfektion ihren Geruch, der sich wiederum je nach Erreger unterscheidet.» Anhand von positiven Proben lernen die Vierbeiner erst den Corona-Geruch kennen. Gleichzeitig bespasst sie ihr Hundeführer mit Futter oder einem Spielzeug. «So assoziieren Hunde mit dem Geruch automatisch eine Belohnung und erwarten sie, sobald sie ihn riechen», sagt Brotschi. Ob die Tiere jedoch auch eingesetzt werden, ist unklar. Laut Stefan Brotschi von der Schweizer Armee sei dies eine politische Entscheidung.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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