Mehrere Ströme im Oktober – Jetzt kommt eine tolle Zeit für Liebhaber von Sternschnuppen
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Mehrere Ströme im OktoberJetzt kommt eine tolle Zeit für Liebhaber von Sternschnuppen

Wer sich nach Sternschnuppen sehnt und die Perseiden im August verpasste, hat nun nochmals Gelegenheit, die Himmelskörper zu erspähen: Im Oktober sind mehrere Meteor-Ströme zu sehen.

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Am besten lassen sich Sternschnuppen in lichtarmen Gebieten beobachten.

Am besten lassen sich Sternschnuppen in lichtarmen Gebieten beobachten.

NASA/Lu Shupei
Die Orioniden sind jedes Jahr einer der fünf am besten sichtbaren Meteor-Schauer.

Die Orioniden sind jedes Jahr einer der fünf am besten sichtbaren Meteor-Schauer.

Reuters
Die meisten und schönsten Meteore bringen jeweils die Perseiden Mitte August.

Die meisten und schönsten Meteore bringen jeweils die Perseiden Mitte August.

NASA/Bill Ingalls

Dass die Nächte länger werden, passt zwar wohl nur den wenigsten. Doch dass es früh eindunkelt, hat auch Vorteile: Bereits am frühen Abend kann man - ein klarer Himmel vorausgesetzt – den Sternenhimmel in all seiner Pracht beobachten. Und für viele sind dabei Sternschnuppen eines der absoluten Highlights.

Der bedeutendste von mehreren Meteor-Schauern im Herbst kommt augenscheinlich aus dem Sternbild des Orion und heisst entsprechend Orioniden. Die Sternschnuppen, die zu dieser Gruppe gehören, können seit dem 2. Oktober am Nachthimmel beobachtet werden. Die maximale Intensität erreichen die Orioniden am 21. Oktober. Dann herrscht allerdings laut der «Hessischen Niedersächsichen Allgemeinen» eine ungünstige Konstellation für Beobachtende, da am Tag davor Vollmond herrscht und das Leuchten des Mondes die Sternschnuppen ausblendet.

Dafür können die Orioniden mit etwas Glück noch bis am 7. November verfolgt werden. Laut der International Meteor Organization IMO bringen diese bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde – allerdings ist dies für die Beobachtung ein theoretischer Wert, der nur unter perfekten Bedingungen beobachtet werden kann.

Noch mehrere Meteor-Schauer ausstehend

Neben den Orioniden – einem der fünf grössten Ströme des Jahres – werden uns auch die Delta-Aurigiden (10. bis 18. Oktober), die Epsilon-Geminiden (14. bis 27. Oktober), die Leonis-Minoriden (19. bis 27. Oktober) sowie die Nördlichen Tauriden (20. Oktober bis 10. Dezember) besuchen. Vom 6. bis 30. November werden dann die Leoniden erwartet, Anfang Dezember sind die Geminiden am Himmel zu sehen.

Es ist also am Firmament immer etwas los – dafür gilt es aber, sich gute Voraussetzungen zu schaffen. Dazu sollte man sich eine möglichst lichtarme Umgebung aussuchen (am besten in den Bergen), die eine gute Rundumsicht ermöglicht und viel Geduld mitbringen. Dann kann auch in kühlen Herbstnächten so mancher Wunsch in Erfüllung gehen.

Was ist ein Meteor?

Als Meteor wird das Aufleuchten teils winziger Gesteins- oder Staubteilchen bezeichnet, die im Fall der Orioniden mit einer Geschwindigkeit von 66 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre eintauchen und dabei Luftteilchen ionisieren, die dann als leuchtende Spuren über den Himmel ziehen. Sie entstehen, wenn sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne durch eine Region bewegt, in der ein Komet eine Staubspur hinterlassen hat. Dies geschieht jedes Jahr zur selben Zeit. Aber auch grössere Teile können verglühen und Schweife hinter sich herziehen – in diesen Fällen spricht man von Feuerkugeln. Diese sind besonders gut sichtbar.

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(trx)

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