Prostituierte: Jetzt leidet das Luegisland-Quartier
Aktualisiert

ProstituierteJetzt leidet das Luegisland-Quartier

Der Ärger um die Strassenprostitution geht weiter: Nun stehen die Dirnen auch im Bereich Spital- und
St.-Karlistrasse. Daran dürfte sich bis im Frühling nichts ändern.

von
Stefanie Nopper
Strassenstrich: Neuerdings an der St.-Karli-Brücke. Foto: riv

Strassenstrich: Neuerdings an der St.-Karli-Brücke. Foto: riv

«Jeden Tag, wenn ich von der Arbeit komme, sehe ich Prostituierte am Strassenrand stehen – das ist unhaltbar», ärgert sich Patrick Baumann, Bewohner des Quartiers Luegisland. Seit Anfang Woche stünden täglich mindestens drei Dirnen im Bereich der St.-Karli-Kirche und der Bäckerei Hug. Und: «Sie sind bereits am frühen Abend dort, wenn noch Kinder unterwegs sind.» Seine Forderung: «Die Stadt soll Massnahmen treffen, damit die Prostituierten dort weggewiesen werden.»

Bei der Stadt ist das Problem bekannt. «Es handelt sich dabei um Frauen, die vorher beim Kreuzstutz standen», sagt der städtische Sicherheitsmanager Maurice Illi. Grund für die Verschiebung sind wohl ausgerechnet die Massnahmen, die die Stadt gegen die Prostitution im Tribschenquartier und beim Kreuzstutz ergriffen hat. Dort wurden vor einigen Wochen zum Teil Strassen mit Fahrverboten versehen, um den Suchverkehr zu verunmöglichen. «Die Frauen sind wegen der Fahrverbote jetzt einfach ausgewichen», so Illi.

Der für die Anwohner unbefriedigende Zustand dürfte wohl bis zum 1. März 2012 anhalten, bis das neue Reglement in Kraft tritt, das die Prostitution in Wohngebieten verbietet. Bis dahin will die Stadt gemäss Illi an den provisorischen Fahrverboten im Tribschenquartier und an der Dammstrasse festhalten.

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