Wagner-Chef macht CIA für brutale Hinrichtung verantwortlich

Aktualisiert

Jewgeni PrigoschinJetzt macht Wagner-Chef die CIA für brutale Hinrichtung verantwortlich

Seit wenigen Tagen kursiert ein Video einer brutalen Hinrichtung in den sozialen Medien. Kurz darauf feierte der Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin das Video ab. Nun beschuldigt er die CIA.

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Der als «Putins Koch» bekannt gewordene Jewgeni Prigoschin ist Leiter der Söldner-Truppe Wagner.

Der als «Putins Koch» bekannt gewordene Jewgeni Prigoschin ist Leiter der Söldner-Truppe Wagner.

AFP
Über das Hinrichtungsvideo sagte er kürzlich: «Ich hoffe, dass bei den Dreharbeiten keine Tiere verletzt wurden.»

Über das Hinrichtungsvideo sagte er kürzlich: «Ich hoffe, dass bei den Dreharbeiten keine Tiere verletzt wurden.»

REUTERS
Im Video ist zu sehen, wie jemand mit einem Vorschlaghammer den Kopf eines Gefangenen zertrümmert.

Im Video ist zu sehen, wie jemand mit einem Vorschlaghammer den Kopf eines Gefangenen zertrümmert.

Screenshot Telegram

Darum gehts

Der Gründer der russischen Söldnertruppe Wagner hat eine Beteiligung von Wagner-Söldnern an der brutalen Hinrichtung eines mutmasslichen Deserteurs in der Ukraine bestritten. «Die Wagner-Angestellten zeichnen sich durch hervorragende Disziplin und die strikte Einhaltung internationaler Standards und weltweit anerkannter Verhaltensregeln aus», erklärte der Kreml-Vertraute Jewgeni Prigoschin am Dienstag.

Prigoschin machte stattdessen die CIA für die Gewalttat verantwortlich. Der US-Geheimdienst «entführt Menschen auf der ganzen Welt, einschliesslich russischer Staatsbürger», erklärte der Wagner-Gründer und forderte die russische Staatsanwaltschaft auf, eine Untersuchung einzuleiten.

«Ich hoffe, dass bei den Dreharbeiten keine Tiere verletzt wurden»

Prigoschin hatte sich am Sonntag noch lobend über ein Video geäussert, das die brutale Tötung des mutmasslichen Deserteurs mit einem Hammer zeigt. Das spannend gedrehte Video sei eine «tolle Leistung», sagte Prigoschin und fügte hinzu: «Ich hoffe, dass bei den Dreharbeiten keine Tiere verletzt wurden.»

Das Video war in Kanälen aus dem Umfeld der Wagner-Gruppe in Online-Netzwerken aufgetaucht. Nach Angaben der russischen Organisation Gulagu.net, die sich für Häftlinge einsetzt, handelt es sich bei dem Opfer um den Ex-Häftling Jewgenij Nuschin, der in einer Strafkolonie für den Kampf in der Ukraine rekrutiert worden war. Dort war er zur ukrainischen Armee übergelaufen, war dann jedoch wieder von Russland gefasst worden.

Bereits 2017 Gefangenen mit Hammer getötet

Söldner der paramilitärischen Gruppe Wagner sind seit Jahren in vielen Konfliktregionen im Einsatz, vor allem in Syrien und in afrikanischen Ländern. Der Kreml-Vertraute Prigoschin hatte sich erst im September öffentlich dazu bekannt, die lange geheim agierende Gruppe gegründet zu haben. Im Oktober eröffnete sie in St. Petersburg ein offizielles Hauptquartier.

Laut der russischen Zeitung «Nowaja Gaseta» hatten Wagner-Söldner schon im Jahr 2017 in Syrien einen Gefangenen mit einem Hammer erschlagen und ihn anschliessend zerstückelt und verbrannt. 

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(dpa/fos)

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