14.09.2016 03:48

Michael Lang

«Jetzt müssen wir in Paris und London punkten»

Nach dem 1:1 gegen Ludogorez Rasgrad überwiegt die Enttäuschung. FCB-Trainer Urs Fischer sagt: «Das Resultat zeigt mir, dass Fussball nicht immer gerecht ist.»

von
E. Tedesco

Der FCB dominierte. Der FCB lief und ackerte über die gesamte Spieldauer und erspielte sich ein klares Chancenplus. Ludogorets mauerte und lauerte auf eine Konterchance, entwischte in 95 Minuten ein einziges Mal und ging durch Jonathan Cafu in Führung. «Einmal passt man nicht auf und wird bitter bestraft», sagt Urs Fischer nach seiner Premiere als Trainer in der Königsklasse.

«Vor dem Gegentor haben wir wirklich nicht gut ausgesehen. Wir müssen unseren Konter, den wir vor dem der Bulgaren hatten, besser abschliessen. Zudem kommt dazu, dass die Mannschaft vorne hocken bleibt und die Unterstützung beim zweiten Ball nicht gibt und ihnen die Räume präsentiert», so der FCB-Trainer. Da habe man gesehen, wie schnell die Spieler von Ludogorez sind.

Gemischte Gefühle und Kampfansage

«Wir sind sehr enttäuscht«, sagt auch Michael Lang, «nach dem 0:1 wurde es gegen so eine konterstarke Mannschaft richtig schwierig. Aber so gesehen ist es positiv, dass wir nicht verloren haben.» Zufrieden war aber auch Lang nicht, der zumindest einen kleinen persönlichen Pluspunkt verzeichnen konnte. Der Rechtsverteidiger gab in der 80. Minute die Flanke zum Ausgleichstreffer durch Renato Steffen (80.).

Gemischte Gefühle herrschten auch bei Matias Delgado vor. Der Captain: «Sie haben die Räume wahnsinnig eng zugestellt, wir hatten viel Mühe, um in den gegnerischen Strafraum einzudringen. Schade ist, dass wir Marc Janko so früh verloren haben, denn mit ihm hätten wir einen gehabt, der im Sechzehner hoch anspielbar gewesen wäre. Aber ich bin glücklich, dass der Ausgleich noch gefallen ist. Das Remis ist besser, als eine Niederlage.»

Zuversicht und Qualität

Verloren sei noch nichts. Da sind Callà, Lang und Delgado einer Meinung. Lang: «Es ist erst ein Spiel von sechs gespielt. Jetzt müssen wir eben gegen Arsenal oder PSG punkten.» Die Zuversicht schöpft der Verteidiger aus der Qualität, die die Mannschaft hat. «Wir glauben daran, dass wir die Punkte, die wir heute verloren haben, holen können. Wir haben gezeigt, dass wir gegen solche Teams bestehen können. Auch wenn die Aufgabe nicht einfacher wird. Aber wenn wir nicht daran glauben würden, müssten wir erst gar nicht nach Paris und nach London reisen.»

FCB-Trainer Urs Fischer zum Remis gegen Ludogorez Rasgrad. (Video: 20 Minuten)

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