Abstimmungssieger feiern: «Jetzt reden wir über ein höheres Rentenalter»
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Abstimmungssieger feiern«Jetzt reden wir über ein höheres Rentenalter»

Nach dem Nein zur Reform der Altersvorsorge 2020 freuen sich nun die Gegner. Nun sei der Weg frei für eine Schuldenbremse bei der Altersvorsorge.

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Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, im Interview (Video: Nikolai Thelitz)

Das Stimmvolk sagte heute Nein zur Reform der Altersvorsorge 2020. Die Sieger sind erleichtert, dass Bersets Vorlage abgelehnt wurde. «Ich bin froh dass das Volk heute gewonnen hat. Die Leute haben erkannt, dass es eine richtige Reform und keine Scheinreform braucht», sagt Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes.

Diese müsse einfach und verständlich sein. «Es braucht zwei Pakete: Eines für die AHV mit Rentenalter 65 für alle und eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer, und ein zweites mit der Anpassung des Umwandlungssatzes und einer Anpassung der Altersgutschriften.» Eine Blamage für Berset sieht Bigler nicht. «Wir müssen uns nun an einen Tisch setzen und eine mehrheitsfähige Lösung finden.»

Das Rentenalter werde steigen. Wie schnell, will Bigler nicht prognostizieren. Meine Kinder werden nicht mehr mit 65 pensioniert, aber bis dahin dauert es noch 40 Jahre, eine Prognose wäre Kaffeesatzlesen. Bigler schwebt ein Interventionsmechanismus vor, der eine Verschuldung der Sozialwerke verhindert: «Wird zu viel ausgegeben, müsste das Rentenalter monatsweise angepasst werden.»

Sehen Sie das ganze Interview im Video.

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