Corona-Massnahmen verschärft: Jetzt machen die Clubs ihre Türen reihenweise zu
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Corona-Massnahmen verschärftJetzt machen die Clubs ihre Türen reihenweise zu

Auf die neuen Corona-Massnahmen des Bundes haben die Clubs bereits reagiert. Viele schliessen vorübergehend ihre Türen.

von
Monira Djurdjevic
Michel Eggimann
Gianni Walther
Lea Lozano
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Seit den verschärften Corona-Massnahmen haben bereits mehrere Zürcher Clubs ihre Türen vorübergehend geschlossen. 

Seit den verschärften Corona-Massnahmen haben bereits mehrere Zürcher Clubs ihre Türen vorübergehend geschlossen.

Getty Images/iStockphoto
Der Zürcher Club Hive hatte bereits am Dienstag darauf reagiert: «Wir haben inständig gehofft, das Folgende niemals verkünden zu müssen: Wir müssen das Hive bis auf Weiteres schliessen», hiess es auf Instagram.

Der Zürcher Club Hive hatte bereits am Dienstag darauf reagiert: «Wir haben inständig gehofft, das Folgende niemals verkünden zu müssen: Wir müssen das Hive bis auf Weiteres schliessen», hiess es auf Instagram.

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«Wir haben inständig gehofft, dass Folgende niemals verkünden zu müssen: Wir müssen das Hive bis auf Weiteres schliessen», hiess es am Dienstag auf Instagram.

«Wir haben inständig gehofft, dass Folgende niemals verkünden zu müssen: Wir müssen das Hive bis auf Weiteres schliessen», hiess es am Dienstag auf Instagram.

Screenshot Instagram

Darum gehts

  • In Clubs und Bars gilt seit Montag schweizweit eine Sitzpflicht bei Konsumation.

  • Das trifft das Nachtleben hart.

  • Mehrere Clubs haben beschlossen, bis auf Weiteres zu schliessen.

Am Sonntag hatte der Bundesrat entschieden: Die Massnahmen werden aufgrund der steigenden Corona-Fälle verschärft. Unter anderem gilt seit Montag in Bars und Clubs eine Sitzpflicht bei Konsumation. Die neuen Regeln treffen vor allem das Nachtleben hart. Der Zürcher Club Hive hatte bereits am Dienstag darauf reagiert: «Wir haben inständig gehofft, das Folgende niemals verkünden zu müssen: Wir müssen das Hive bis auf Weiteres schliessen», hiess es auf Instagram.

Am gleichen Tag gab der Club Plaza seine Schliessung. Kurz darauf folgte der Zürcher Club Bellevue. Auf Facebook heisst es dazu: «Schweren Herzens müssen wir euch leider mitteilen, dass der Club Bellevue vorerst schliessen muss.»

Luzern

In der Stadt Luzern wird es ebenfalls ruhiger: Eine vorübergehende Schliessung angekündigt haben bereits das Konzerthaus Schüür, der Rok Klub, der Klub Kegelbahn, der Neubad Klub oder auch die Bar Madeleine. Im Casineum wurden alle Partys und Tanzveranstaltungen abgesagt, andere Events finden noch statt. Auch im Treibhaus gibts keine Partys mehr. Weiterhin geöffnet bleiben beispielsweise der Vegas Dance Club und das Musikzentrum Sedel. Im Südpol soll diese Woche entschieden werden, wie es weitergeht.

Das Gleiche bei den Zürcher Clubs Mascotte und Gonzo. «Die am Sonntag vom Bund verkündeten Vorschriften, sind für einen Club nicht umsetzbar, sondern ein amtlich verordnetes Berufsverbot», teilte das Gonzo auf Facebook mit.

Basel

«Unser Club bleibt aus Prinzip offen», sagt Vice-Geschäftsführer Terence Regard. «Wir haben einen grossen Club und können so auch Sitzplätze generieren. Wir testen mal, wie das funktioniert. Ob die Leute kommen, wird sich zeigen.» Die beiden Basler Clubs Balz Klub und Viertel schliessen hingegen ihre Türen. «Wir verstehen, dass der Bund Massnahmen treffen muss damit die Fallzahlen wieder sinken, jedoch ist es für uns unter diesen Bedingungen unmöglich weiterzumachen», sagt Balz-Geschäftsführer Matthias Seitz. Valentin Aschwanden, Geschäftsführer vom Club Viertel, betont: «Der Entscheid fällt uns enorm schwer. Jedoch haben wir uns aufgrund der aktuellen Entwicklungen dazu entschlossen, den Betrieb bis auf Weiteres einzustellen.»

Dass die Tendenz eher Richtung Schliessung geht, hatte bereits Alexander Bücheli, Sprecher bei Bar- und Clubkommission Zürich (BCK), am Dienstag angekündigt. Der Grund: Durch die sitzende Konsumation lässt sich laut Bücheli nur ein Bruchteil des normalen Gastronomie-Umsatzes, der normalerweise 70 bis 100 Prozent der Kosten decke, erzielen. Und auch Nachtleben-Experte Alex Flach hatte befürchtet: «Die Schliessung des Hive ist nur der Anfang. Es werden noch einige nachziehen.»

St.Gallen

Clubschliessungen sind in St.Gallen bisher nicht bekannt. Das verhängte Tanzverbot in allen Lokalen im Kanton St. Gallen stösst aber in der Branche sauer auf. St. Galler Kulturunternehmen können neu zusätzlich zu Ausfallentschädigungen auch Beiträge für Transformations-Projekte erhalten, mit denen sie sich an die veränderten Verhältnisse anpassen. Dies hatte die Regierung am Dienstag bekanntgegeben.

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