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Streit zum Playoff-Final«Jetzt spielen die Nerven eine Rolle»

Der Schweizer NHL-Profi Mark Streit verfolgte das sechste Spiel des Playoff-Finals im Hallenstadion. Der Nati-Spieler freut sich bereits auf die entscheidende Partie am Dienstag.

Mark Streit verfolgte das spektakuläre Final-Comeback der ZSC Lions gegen den SCB (6:3) live in Zürich. Der Captain der New York Islanders erinnerte sich im Hallenstadion an eine ähnliche Konstellation: «Damals in Lugano setzten wir uns in der Finalissma durch.»

Wenige Minuten nach Spielschluss stattete die Schweizer NHL-Grösse (455 Spiele) seinen ehemaligen Teamkollegen einen kurzen Besuch ab. Vor seinem Wechsel nach Nordamerika hatte der 34-jährige Berner für die Lions-Organisation verteidigt und 2001 den Titel gewonnen.

Welchen Eindruck hatten Sie von der Partie? Beeindruckte Sie der ZSC mit der Triplette innerhalb von 144 Sekunden?

Mark Streit:Am Anfang verlief das Ganze eigentlich ziemlich ruhig. Beide tasteten sich irgendwie ab. Nach den schnellen Treffern von Zürich dachte ich eigentlich, die Entscheidung sei gefallen. Aber Bern kam zurück. Das Ergebnis täuscht etwas. Es war ein enges Spiel.

Aber im Vergleich zu den ersten Spielen hat sich die Charakteristik verändert. Die Teams riskieren spürbar mehr.

Gut, die ersten Spiele habe ich nicht gesehen. Ich kehrte ja erst gestern (Freitag) aus den USA zurück. Aber für das Schweizer Hockey und die Fans gibt es doch nichts Besseres als ein siebtes Spiel.

Der SCB hat zwei Meisterpucks vergeben. Ist die Ausgangslage nun 50:50? Wagen Sie eine Prognose?

Es ist schwierig. Bern spielt Hause vor einer Kulisse von 17'000 Zuschauern. Aber ich selber spielte ja auch schon ein siebtes Spiel mit dem ZSC - auswärts in Lugano. Für die Tessiner war es dann nicht wirklich ein Vorteil, vor den eigenen Fans antreten zu können. Es geht nur noch um das eine Spiel. Da spielen vor allem die Nerven eine Rolle. Und klar ist, dass jene Mannschaft, die das erste Tor schiesst, ein Plus haben wird.

Antti Törmänen ersetzte nach fünf Gegentoren Marco Bührer. Ist es ungewöhnlich, dass ein Coach im vorletzten Spiel der Saison seinen Torhüter auswechselt?

Ja gut, das ist der Entscheid des Trainers. Vielleicht hatte er das Gefühl, er müsse Marco rausnehmen, um ihm noch ein paar zusätzliche Minuten zur Erholung zu gewähren. Ich habe aber nicht unbedingt das Gefühl, dass dieser Wechsel einen Einfluss haben wird auf die Finalissima. (si)

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