Hashtag gekapert : Jetzt steckt Spiez in der «Porno-Falle»
Aktualisiert

Hashtag gekapert Jetzt steckt Spiez in der «Porno-Falle»

Die idyllischen Ortschaft Spiez am Ufer des Thunersees wird derzeit für Porno-Werbung missbraucht. Hacker haben den Ortsnamen für einschlägige Tweets erobert.

von
miw
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Wer auf Twitter nach der Ortschaft «Spiez» sucht, wird mit Porno-Werbung bespamt.

Wer auf Twitter nach der Ortschaft «Spiez» sucht, wird mit Porno-Werbung bespamt.

Die lokalen Touristiker sind alarmiert – man will die örtliche Idylle schützen: «Wir werden die Tweets melden und hoffen, dass dies Spiez nicht schaden wird. Dieser Vorfall ist natürlich nicht in unserem Sinn und Geist. Wir denken, dass Spiez in Zukunft wieder für erfreuliche Schlagzeilen sorgen wird», sagt Manuel Fischer der Spiez Marketing AG gegenüber der «Jungfrauzeitung».

Die lokalen Touristiker sind alarmiert – man will die örtliche Idylle schützen: «Wir werden die Tweets melden und hoffen, dass dies Spiez nicht schaden wird. Dieser Vorfall ist natürlich nicht in unserem Sinn und Geist. Wir denken, dass Spiez in Zukunft wieder für erfreuliche Schlagzeilen sorgen wird», sagt Manuel Fischer der Spiez Marketing AG gegenüber der «Jungfrauzeitung».

Sogenannte «Social Bots» haben den Begriff «Spiez» in Beschlag genommen. Diese Bots haben dabei den Auftrag, in bestimmten eingestellten Zeitabständen pornografische Inhalte unter dem Hashtag «#Spiez» zu veröffentlichen.

Sogenannte «Social Bots» haben den Begriff «Spiez» in Beschlag genommen. Diese Bots haben dabei den Auftrag, in bestimmten eingestellten Zeitabständen pornografische Inhalte unter dem Hashtag «#Spiez» zu veröffentlichen.

Keystone/Nick Soland

Wer auf Twitter nach dem Begriff «Spiez» sucht, findet nicht etwa einladende Fotos der «schönsten Bucht Europas», wie lokale Touristiker versprechen: Vielmehr werden Nutzer mit anstössiger Werbung für Pornofilme oder Live-Webcam-Shows zugemüllt.

Schnell wird der Fall klar: Sogenannte «Social Bots» haben den Begriff «Spiez» in Beschlag genommen. Diese Bots haben dabei den Auftrag, in bestimmten eingestellten Zeitabständen pornografische Inhalte unter dem Hashtag «#Spiez» zu veröffentlichen.

«Wir hoffen, dass dies Spiez nicht schaden wird»

Im Tourismusort am Thunersee will man diesem Hashtag-Missbrauch nicht untätig zusehen: «Wir werden die Tweets melden und hoffen, dass dies Spiez nicht schaden wird», sagt Manuel Fischer von der Spiez Marketing AG gegenüber der «Jungfrauzeitung».

Diese Methode musste man im benachbarten Thun in der Vergangenheit ebenfalls anwenden: Nebst den Hashtags «Lucerne» oder «Basel» wurde im letzten Jahr auch «Thun» für Porno-Werbung missbraucht. Schliesslich konnte das Porno-Problem in den übrigen Schweizer Städten behoben werden, die Tweets und Posts wurden von den Seiten entfernt. Denn solche Social Bots sind auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter laut AGB nicht erlaubt.

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