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Eine Meldung und ihre Geschichte«Jetzt trinke ich nur noch Cola»

Er hatte an diesem Tag bereits über 15 Dosen Pepsi getrunken, als er aus einer neuen Dose einen Schluck nahm. Den ekelerregenden Geruch, den Fred DeNegri aus Orlando, Florida, dann wahrnahm, kann er bis heute nicht vergessen.

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«Mein Mann sagt, er kann bis jetzt den Geschmack nicht beschreiben. Es schmeckte faul und war ekelerregend. Einfach schrecklich», sagt Amy DeNegri gegenüber dem spanischen Nachrichtenportal «elmundo.es». Sie ist mit dem Mann verheiratet, der in den USA in den letzten Tagen berühmt wurde, weil er in seiner Pepsi-Light-Dose Leichenteile eines Frosches fand.

Die Geschichte begann im Juli: Das Ehepaar DeNegri grillierte im Garten ihres Hauses in Ormond Beach. Fred, der bis zu diesem Tag zwischen 18 und 20 Pepsi-Light-Dosen trank, öffnete eine neue Büchse. Er hatte Durst und nahm einen grossen Schluck von seinem Lieblingsgetränk.

«Er öffnete die Dose vor meinen Augen und trank einen Schluck. Sofort begann er zu husten und zu ersticken», erinnert sich Amy. Fred leerte den Inhalt der Dose, um nachzusehen, was einen derart abstossenden Geschmack verursachen könnte. «Die Dose war etwas schwerer als sonst. Als ich sie umkehrte, kamen eine Art Fäden heraus», erzählt er.

Ein Frosch oder eine Maus

Fred DeNegri wusste nicht, was er in der Dose gefunden hatte, tippte aber auf einen Frosch oder eine Maus. Jedenfalls war das Tier in einem sehr fortgeschrittenen Verwesungszustand. Das Paar machte Fotos der Büchse und schickte sie an die US-Lebensmittelbehörde FDA. Die Firma Pepsi hatte inzwischen vom Vorfall Wind bekommen und betitelte die DeNegris als «Lügner, die nur an Geld interessiert seien». Auch in diversen Blogs wurde das Paar ausgelacht und für Betrüger gehalten.

Doch das FDA gab ihnen nun Recht: «Wir haben es untersucht, es war wirklich ein Frosch», erklärte ein FDA-Sprecher am Donnerstag. Die DeNegris geben sich damit zufrieden. Ob sie gegen Pepsi klagen wollen, wissen sie noch nicht. «Wir sind nicht reich, aber auch nicht arm, das Geld brauchen wir nicht. Mein Mann hat eine Stelle und wir haben unser eigenes Haus am Strand», sagt Amy. «Uns war nur wichtig, dass Pepsi zugibt, dass dies passieren könnte.»

Pepsi gab in einer Pressemitteilung an, noch nie einen solchen Vorfall gehabt zu haben. Die DeNegris wissen aber, dass vor zehn Jahren etwas Ähnliches in Kalifornien passiert war. So oder so, Fred DeNegri hat sich von seinem Lieblingsgetränk abgewendet. «Jetzt trinke ich nur Cola oder Wasser – und das aus der Flasche.»

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