Aktualisiert 14.03.2013 08:11

Federer weiterJetzt wartet die Tenniswelt auf das Duell mit Nadal

Roger Federer gewinnt in Indian Wells das Schweizer Duell gegen Stanislas Wawrinka mühevoll mit 6:3, 6:7 und 7:5. Im Viertelfinal kommt es nun zum Klassiker gegen Rafael Nadal.

von
rme

In Indian Wells kommt es im Viertelfinal zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen Roger Federer und Rafael Nadal. Beide hatten in ihren Achtelfinal-Partien am ATP Masters-1000-Turnier mehr Mühe, als ihnen lieb sein darf.

Es hatte lange so ausgesehen, als ob Roger Federer den 13. Sieg im 14. Ernstkampf mit seinem Schweizer Kollegen Stanislas Wawrinka rascher würde einfahren können. Der Weltranglisten-Zweite servierte bei 5:4 im zweiten Satz zum Match, gab dann aber sein Servicegame zu Null ab (der Live-Ticker zum Nachlesen). Wawrinka schaffte anschliessend mit seinem ersten gewonnenen Tiebreak gegen Federer (im siebten Anlauf) den Gleichstand und führte im dritten Satz mit einem Break zum 2:1.

Erst im zwölften Game gelang es Federer, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Nach 139 Minuten und einem von Wawrinka ins Netz gesetzten Vorhandvolley konnte der Titelverteidiger, dem man von allfälligen Rückenproblemen nichts anmerkte, jubeln. «Es war extrem knapp heute», gab der Maestro anschliessend zu. «Ich hätte Stan eigentlich in zwei Sätzen schlagen müssen, aber er gab alles, um im Spiel zu bleiben. Vielleicht gab am Ende meine Routine den Ausschlag, möglicherweise gelang es mir auch besser als ihm, in dieser Phase ruhig zu bleiben. Auf jeden Fall hatte ich auch das nötige Glück heute.»

Viele Fehler hüben wie drüben

Im letzten Game der Partie hielt sich im Gegenteil «Stan the Man» mehrfach den Rücken. Er ist nun in der kalifornischen Wüste zum vierten Mal bei sechs Teilnahmen an einem Widersacher aus den Top 3 gescheitert. Wawrinka verlor aber nicht deshalb, weil Federer viel besser war als er, sondern vielmehr, weil er dessen Schwächen nicht ausnutzen konnte. Beide Spieler agierten fehlerhaft und kamen zu keiner Zeit der Partie auf ihr bestes Niveau. «Sicher habe ich gute Chancen gehabt, um weiterzukommen», wusste Stanislas Wawrinka, «aber ich hätte auch in zwei Sätzen ausscheiden können. Ich war nahe dran, aber eben nicht nahe genug. Deshalb gibt es für mich nur eines: trainieren, trainieren und nochmals trainieren.»

Federer bleiben nun knapp 24 Stunden, um den nächsten Match vorzubereiten, wo er sich steigern muss. In der Nacht auf Freitag Schweizer Zeit trifft er zum 29. Mal in seiner Karriere auf Rafael Nadal, erstmals seit einem Jahr. Auch der Spanier kam bei seinem Comeback-Turnier auf Hartplatz bloss mit Mühe eine Runde weiter. Der Lette Ernests Gulbis forderte Nadal alles ab. Gulbis holte sich den ersten Satz mit 6:4, der zweite ging mit dem gleichen Resultat an den Mallorquiner. Im Entscheidungssatz war der lettische Aussenseiter nahe am Sieg, doch der Langzeit-Rivale von Roger Federer kriegte die Kurve gerade noch. Nadal siegte letztlich mit 4:6, 6:4 und 7:5.

Murray im Viertelfinal gegen Del Potro

Eine Runde weiter ist auch Andy Murray. Der schottische Olympiasieger schlug Carlos Berlocq aus Argentinien mit 7:6 und 6:4. Die Nummer 3 der Weltrangliste trifft nun erneut auf einen Spieler aus dem Land des neuen Papstes, auf Juan Martin Del Potro. Dieser liess dem Deutschen Thommy Haas keine Chance, siegte mit 6:1 und 6:2.

Indian Wells, Kalifornien (USA). ATP- und WTA-Turnier (12,07 Millionen Dollar/Hart). Männer. Achtelfinals:

Roger Federer (Sz/2) s. Stanislas Wawrinka (Sz/18) 6:3, 6:7 (4:7), 7:5.

Andy Murray (Gb/3) s. Carlos Berlocq (Arg) 7:6 (7:4), 6:4.

Rafael Nadal (Sp/5) s. Ernests Gulbis (Lett) 4:6, 6:4, 7:5.

Tomas Berdych (Tsch/6) s. Richard Gasquet (Fr/10) 6:1, 7:5.

Juan Martin del Potro (Arg/7) s. Tommy Haas (De/19) 6:1, 6:2.

Viertelfinal-Tableau: Djokovic (1)/Querrey (23) - Tsonga (8), Murray (3) - Del Potro (7); Berdych (6) - Anderson, Nadal (5) - Federer (2),

Frauen, Viertelfinals: Maria Scharapowa (Russ/2) s. Sara Errani (It/6) 7:6 (8:6), 6:2. Maria Kirilenko (Russ/13) s. Petra Kvitova (Tsch/5) 4:6, 6:4, 6:3.

Halbfinal-Tableau: Asarenka (1)/Wozniacki (8) - Stosur (7)/Kerber (4); Kirilenko (13) - Scharapowa (2).

(rme/si)

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