Miese Stimmung im Korps: Jetzt wehrt sich Gass gegen Vorwürfe
Aktualisiert

Miese Stimmung im KorpsJetzt wehrt sich Gass gegen Vorwürfe

Nach Vorwürfen hat Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass am Donnerstag zum Befreiungsschlag ausgeholt. Schützenhilfe erhielt er dabei von unerwarteter Seite.

von
Jonas Hoskyn
Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (Mitte) nahm zuden Vorwürfen Stellung.

Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (Mitte) nahm zuden Vorwürfen Stellung.

Regierungsrat Hanspeter Gass (FDP) hatte am Donnerstag kurzfristig zu einer Medienkonferenz ge­laden, um zu den Mobbing-­Vorwürfen in der Sanität und zu den Demonstrationen der Feuerwehrmänner Stellung zu nehmen. In beiden Organisationen mussten die Angestellten in den letzten Jahren im Schnitt rund 40 Überstunden pro Jahr leisten. «Wir haben bereits Massnahmen eingeleitet», so Gass. So sei in der ­Sanität bereits das Personal aufgestockt und der Leistungsauftrag reduziert worden.

Zur Kritik an der Einführung eines neuen Arbeitszeitreglements bei der Feuerwehr sagt Gass: «Es hat niemand ein Interesse daran, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.» Seiner Ansicht nach steht die Kritik im Zusammenhang mit der Abstimmungskampagne zur SVP-Sicherheitsinitiative: «Dass Sachfragen missbraucht werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen, ist schlichtweg ‹gruusig› und unhaltbar», so Gass.

Diesen Vorwurf wies die SVP jedoch klar zurück. Überraschend jedoch: Neben Gass und den zuständigen Kommandanten sass gam Donnerstag SVP-Fraktionssprecher Lorenz Nägelin. Dabei hatte Parteikollege Edi Rutschmann am Dienstag noch gefordert, dass Gass seine Aufgaben per sofort niederlegt. ­Nägelin schlug am Donnerstag versöhnliche Töne an: «Die SVP schätzt Regierungsrat Gass» – auch wenn man im Bereich Sicherheit eine andere Meinung vertrete. Dass ihm die Partei widerspreche, sei ihm egal, so Rutschmann: «Das Einzige, was zählt, ist, dass die Problematik angegangen wird.»

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