Publiziert

Emotionale Schweizerinnen«Jetzt werde ich so richtig emotional» – Gold-Neff hat Tränen in den Augen

Dreimal Schweiz auf dem Podest des Mountainbike-Rennens. Was für eine Sensation! Wir liefern die Stimmen zum Rennen.

Jolanda Neff wird während des Interviews unterbrochen und von ihrer Konkurrentin gefeiert.

SRF2

Darum gehts

  • Die Schweizer Mountainbike-Frauen gewinnen an den Olympischen Spielen in Tokio im Cross Country Gold, Silber und Bronze!

  • Jolanda Neff hofft, dass das nicht alles nur ein Traum ist.

  • Sina Frei und Linda Indergand haben sich während des Rennens immer wieder gegenseitig gepusht.

«Ich hoffe, ich wache nicht auf und es ist alles nur ein Traum», sagt Jolanda Neff voller Freudentränen kurz nach ihrem Olympiasieg. «2018 habe ich zum letzten Mal ein internationales Rennen gewonnen. Das ist so lange her», meint die 28-Jährige im Interview mit SRF. «Ich lebe für die Rennen. Es ist so schön endlich wieder mit Zuschauern zu fahren».

«Es war viel weniger schlimm als ich es mir vorgestellt habe», sagt die Ostschweizerin. «Man darf nicht zu schnell fahren, sonst wird es gefährlich.» Das ganze Team hätte sich kurzfristig optimal auf die veränderten Bedingungen angepasst.

Die Gold-Zieleinfahrt von Jolanda Neff.

Quelle: SRF2

Auch Silber-Gewinnerin Sina Frei ist überglücklich. «Ich kann es noch gar nicht glauben, ich könnte nicht stolzer sein», meint die 24-Jährige zu ihrer Olympia-Premiere. «Wir waren heute nochmals kurz auf der Strecke, um zu schauen, was sich verändert hat.» Diese Bedingungen seien dem Team wohl entgegengekommen. Angesprochen auf ihre Coolness, die sie sonst immer ausstrahlen würde, sagt Frei mit zittriger Stimme und Tränen in den Augen: «Ich bin schon extrem happy. Jetzt werde ich so richtig emotional. Wirklich realisieren kann ich es noch nicht.»

Noch nie auf dem Podest und jetzt gleich Bronze

Erstmals überhaupt in der olympischen Disziplin landet Linda Indergand auf dem Podest. Im Weltcup gelang ihr das noch nie, und jetzt gleich bei den Olympischen Spielen. «Langsam kann ich es realisieren», sagt die Urnerin, während sie Freudentränen in die Augen hat. «Es war super, dass wir gemeinsam fahren konnten. Sina hat mich immer wieder gepusht. Aber auch ein grosses Dankeschön an alle anderen im Team, sie haben unglaubliche Arbeit geleistet». Auch als Team seien sie viel besser zurecht gekommen als der Rest des Feldes. «Den anderen Fahrerinnen sind heute Fehler unterlaufen, wir zeigten alle drei ein souveränes Rennen. Das war heute unser Vorteil», so Indergand.

Nach der Siegerehrung waren die drei Fahrerinnen noch einmal im Interview. Linda Indergand: «Es ist das Schönste was es gibt, mit seinen Teamkolleginnen bei der Siegerehrung auf dem Podest zu stehen, sowas ist einmalig.» Jolanda Neff fügt noch lachend hinzu: «Zum Glück sind wir alle in der gleichen Bubble, somit dürfen wir die Masken abnehmen und uns richtig freuen!»

Auch die Bundesrätin Viola Amherd ist von der überragenden Leistung der drei Schweizerinnen angetan. Auf Twitter schreibt sie: «Bravo, herzliche Gratulation. Der Schweizer Dreifachsieg bei äusserst schwierigen Bedingungen ist eine herausragende Leistung.»

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(law/fos)

Deine Meinung

2 Kommentare