30 Prozent mehr Verkäufe: Sperrstunde treibt Leute an die Selecta-Automaten
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30 Prozent mehr VerkäufeSperrstunde treibt Leute an die Selecta-Automaten

Weil alle Läden schliessen müssen, sind Selecta-Automaten so gefragt wie nie: Am Wochenende wurde an gewissen Standorten bis zu fünfmal so viel Ware verkauft wie normalerweise.

von
Barbara Scherer
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Seit der Sperrstunde suchen mehr Leute Selecta-Automaten auf.

Seit der Sperrstunde suchen mehr Leute Selecta-Automaten auf.

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Denn Restaurants und Läden sind seit 19 Uhr geschlossen.

Denn Restaurants und Läden sind seit 19 Uhr geschlossen.

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Und am Sonntag kann man nicht einkaufen gehen.

Und am Sonntag kann man nicht einkaufen gehen.

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Darum gehts

  • Selecta verzeichnet 30 Prozent mehr Verkäufe.

  • Grund dafür ist die neue Sperrstunde.

  • Gefragt sind vor allem Snacks und Getränke.

Seit Freitag gilt eine Sperrstunde, und am Sonntag müssen die Läden ganz geschlossen bleiben. Alles, was bleibt: der Selecta-Automat. Das hat am Wochenende zu einem Run auf die Automaten geführt: Die Verkaufszahlen in der Deutschschweiz sind um 30 Prozent gestiegen, wie Selecta gegenüber 20 Minuten bestätigt.

Weil die Geschäfte geschlossen sind, waren die Automaten besonders am Sonntag in der ganzen Schweiz sehr gefragt. «Einige Selecta-Automaten wie in Oerlikon haben sogar bis zu fünfmal so viel verkauft wie an normalen Tagen», sagt Mediensprecherin Sarina Künzli.

Besonders gefragt waren Getränke und Snacks. Diese Produkte seien aber schon vor der Sperrstunde sehr beliebt gewesen. «Seit der Maskenpflicht zählen zudem die Gesichtsmasken zu den beliebtesten Verkaufshits von Selecta», erklärt Künzli.

Eier, Brot und Mozzarella gefragt

Bereits erhalte Selecta auch auf den sozialen Medien Inputs für neue Produkte im Sortiment wie etwa Eier, Brot und Mozzarella. «Die Leute wünschen sich wohl frische Produkte, um am Sonntag Frühstück machen zu können», so Künzli.

Doch für frische Produkte, die nicht lange haltbar seien, seien die Automaten nicht konzipiert. Trotzdem sei das Unternehmen offen für weitere Inputs. So hat Selecta bereits im während des ersten Lockdown das Sortiment angepasst und die Automaten mit Schutzmasken und Desinfektionsgel ausgestattet.

Neue Hygiene-Automaten

Selecta betreibt 3000 Automaten in der ganzen Schweiz. Im Frühling hat Selecta ein neues Automatenkonzept für Hygieneartikel und weitere dazu passende Produkte unter dem Namen «Safety Station» lanciert. Dieses leicht angepasste Automatenmodell führt neben Schutzmasken und Handdesinfektionsgel auch antibakterielle Tücher, Mineralwasser und gesunde Erfrischungsgetränke. Selecta wurde 1957 von Joseph Jeger in Murten gegründet und beschäftigt mit Hauptsitz in Kirchberg 900 Mitarbeitende.

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