Testversuch: Jetzt will die Migros Automatenläden aus Deutschland in die Schweiz bringen

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TestversuchJetzt will die Migros Automatenläden aus Deutschland in die Schweiz bringen

Noch dieses Jahr will die Migros einen Laden in Form einer Röhre eröffnen. Dieser kommt von der Firma Tegut und hat kein Personal. Derzeit sucht die Migros nach geeigneten Standorten.

von
Fabian Pöschl
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Aus Deutschland in die Schweiz importiert: Die Migros will solche Läden noch dieses Jahr eröffnen.

Aus Deutschland in die Schweiz importiert: Die Migros will solche Läden noch dieses Jahr eröffnen.

Tegut
Der Laden Teo stammt von der deutschen Migros-Tochter Tegut.

Der Laden Teo stammt von der deutschen Migros-Tochter Tegut.

Tegut
Einkaufen geht dort via App.

Einkaufen geht dort via App.

Tegut

Darum gehts

  • Die Migros will einen neuen kassenlosen Laden in die Schweiz bringen.

  • Diesen hat sie von ihrer deutschen Tochterfirma Tegut übernommen.

  • Noch dieses Jahr soll das Pilotprojekt starten.

Immer mehr Detailhändlerinnen setzen auf kassenlose Self-Checkout-Boxen, die praktisch ohne Personal auskommen: Vom Hofladen Rüedu über die Avec-Boxen von Kiosk-Betreiberin Valora. Bei der Avec-Box wurde das Sortiment wegen geringer Nachfrage zuletzt aber drastisch reduziert.

Auch die Migros setzt auf das Format. Nach den zwei Voi Cubes der Migros Aare lancieren nun auch die Migros Zürich und die Migros Ostschweiz ein Pilotprojekt mit einer kassenlosen Box aus Deutschland, wie die «Handelszeitung» schreibt.

Migros setzt auf Teo von der Firma Tegut

Der Shop namens Teo stammt von der deutschen Detailhändlerin Tegut, einem Tochterunternehmen der Migros Zürich. Die Holzröhre hat rund um die Uhr geöffnet und kein Personal. Mitarbeitende würden aber regelmässig die Regale auffüllen, sagt eine Sprecherin der Migros Zürich auf Anfrage. Zugang zum Shop gibts per App, bezahlt wird ebenfalls mit der App oder mit Karte.

Mit dem unbemannten Laden wolle die Migros ermöglichen, dass die Kundinnen und Kunden die Einkäufe rund um die Uhr schnell und unkompliziert erledigen könnten. Auf die Frage, warum die Migros ein Konzept aus Deutschland übernimmt, heisst es, dass das Konzept dort bereits erprobt sei. 

Die Migros suche derzeit nach möglichen Standorten für den Self-Checkout-Laden. Wie viele es davon geben soll, hänge von der Verfügbarkeit der Standorte ab und wie gut das Pilotprojekt laufe. Im Shop soll es 800 Produkte des täglichen Bedarfs geben. Alkohol soll im neuen Ladenformat kein Thema sein (siehe Box). 

Alkohol-Abstimmung bis 4. Juni

Die Migros-Genossenschafterinnen und -Genossenschafter können bis am 4. Juni darüber abstimmen, ob die Migros das seit 1928 geltende Verkaufsverbot für Alkohol in den Migros-Filialen, den Migros-Restaurants und -Take-Aways aufheben soll. Mitte Juni will die Migros über die Ergebnisse informieren. Bei einem Ja dürfte mit einer Einführung des Alkoholangebots im Jahr 2023 zu rechnen sein. 

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