12.11.2015 15:23

Samsung Gear S2Jetzt wird an der Datenuhr gedreht

Die neuste Samsung-Smartwatch lässt sich über ein Drehrad sehr leicht bedienen. Das App-Angebot für das Betriebssystem Tizen überzeugt hingegen weniger.

von
ray

Aufgrund ihrer runden Form hebt sich die Samsung Gear S2 von allen rechteckigen Vorgängermodellen und auch von vielen Smartwatches der Konkurrenz ab. Dasselbe gilt auch für ihre Bedienung: Statt nur über die beiden Tasten an der Seite (für die Funktionen «Zurück» und «Home») und den Touchscreen lässt sich die Smartwatch auch über die sogenannte Lünette bedienen.

Dieses Drehrad um das Ziffernblatt erweist sich im Test als sehr praktisch, weil es die Bedienung der Uhr beschleunigt. Um beispielsweise zwischen einzelnen Apps zu wechseln oder in den Menus einen Schritt vorwärts oder rückwärts zu machen, dreht man einfach am Rad. Alternativ dazu kann man auch auf dem Touchscreen mit dem Finger nach rechts oder links wischen.

Auf Augenhöhe mit Apple Watch

Den Vergleich mit der Apple Watch muss die Gear S2 nicht scheuen. Die Samsung-Uhr lässt sich genauso gut für Meldungen wie E-Mails, Nachrichten oder Tracking-Informationen nutzen und Benachrichtigungen anderer Apps gelangen zuverlässig vom Smartphone auf die Smartwatch. Auch die Fitness-Funktionen begleiten die Uhrenträger dank Samsungs S-Health-App beim Joggen, Velofahren, Wandern und bei Indoor-Sportarten.

Während es aber für die Apple Watch diverse Drittanbieter-Apps für sportliche Tätigkeiten gibt, ist das Angebot für die Samsung-Uhr, die mit dem Tizen-Betriebssystem läuft, noch relativ klein. Das Joggen mit der Nike-Running-App klappt aber ganz gut, und auch Velofahrten zeichnet die Komoot-App zuverlässig auf. Allerdings klappt dies nur in Verbindung mit dem Android-Smartphone, da die Uhr über kein GPS verfügt.

Auch mit anderen Handys kompatibel

Vorteile gegenüber Apples Smartwatch sind das intuitiv bedienbare Drehrad und die Tatsache, dass die Gear S2 wasserdicht ist. Sie soll einer Wassertiefe von 1,5 Metern während 30 Minuten standhalten. Zudem kann man die S2 nicht nur mit Samsung-Handys verwenden, sondern mit vielen anderen Android-Smartphones, die Samsung auf einer Website auflistet. Für die Apple Watch hingegen braucht es zwingend ein iPhone. Gerüchten zufolge soll die Gear S2 künftig auch mit iPhones kompatibel werden.

Um unterwegs auch ohne Smartphone Musik hören zu können, lassen sich die Songs auf die Uhr übertragen und per Bluetooth-Kopfhörer anhören. Der gesamte Speicher der Uhr ist allerdings nur 4 GB gross, sodass für Musik nicht allzu viel Platz zur Verfügung steht. Um auf Nachrichten zu antworten, stehen wie bei der Apple Watch einige Standardantworten bereit, die man durch Antippen auswählen und versenden kann. Alternativ lassen sich Nachrichten auch diktieren. Im Test zeigt sich, dass dies zwar möglich, aber bisweilen sehr umständlich ist. Zückt man sein Smartphone und gibt den Text dort ein, ist man in den meisten Fällen schneller.

Die Gear S2 ist mit einem Plastikarmband versehen und lässt sich bequem tragen – auch beim Sport. Neben der getesteten S2-Version, die in Dunkelgrau und Weiss erhältlich ist, gibt es die Uhr auch in der Version Classic. Dieses edlere Modell ist mit einem Lederarmband ausgestattet und hat eine auffälligere Lünette. Technisch sind die beiden Uhren identisch. Die Gear S2 kostet 369 Franken, die Gear S2 Classic kostet 399 Franken.

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