Aktualisiert 06.02.2014 09:27

Nach SECO-Skandal

Jetzt wird auch Berner Polizei überprüft

Nach der Korruptionsaffäre um das Seco steht nun auch die Berner Kantonspolizei unter Beobachtung. Die Finanzkontrolle untersucht die IT-Vergaben bei der Polizei.

Nach dem Seco wird nun auch die Kapo Bern unter die Lupe genommen.

Nach dem Seco wird nun auch die Kapo Bern unter die Lupe genommen.

Die bernische Finanzkontrolle nimmt millionenschwere Beschaffungen der Kantonspolizei im IT-Bereich unter die Lupe. Polizeidirektor Hans-Jürg Käser hat die Untersuchung angeordnet. Er bestätigte am Donnerstag entsprechende Angaben der Zeitung «Der Bund».

In Zusammenhang mit der mutmasslichen Korruptionsaffäre im Seco sei ihm letzte Woche der Name einer Firma aufgefallen, sagte Käser im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Er habe den Polizeikommandanten Stefan Blättler gefragt, ob die Kantonspolizei auch mit dieser Firma geschäfte. Blättler habe dies bestätigt.

Der Chef Technik der Kantonspolizei Bern habe einen Bruder bei der fraglichen Firma, stellte Käser fest. Er sei darauf mit Blättler übereingekommen, die Rechtmässigkeit der Vergaben von der Finanzkontrolle überprüfen zu lassen. Laut «Bund» geht es um Dienstleistungsjobs von 2,85 Millionen Franken seit dem Jahr 2005.

Ob der Chef Technik der Kapo die Ausstandspflicht ausreichend berücksichtigte, solle die Untersuchung durch die Finanzkontrolle zeigen, sagte Käser der SDA. «Nach meinem Kenntnisstand sind die Vorschriften eingehalten worden, da letztlich der Polizeikommandant als Vertragspartner den Lieferanten gegenübersteht.» (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.