Spectre: Jetzt wird auch auch Rolls-Royce elektrisch
Das erste vollelektrische Rolls-Royce-Modell kommt Ende 2023 auf den Markt.

Das erste vollelektrische Rolls-Royce-Modell kommt Ende 2023 auf den Markt.

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E-MobilitätJetzt wird auch Rolls-Royce elektrisch

Seit rund einem Jahrzehnt bereitet die britische Luxusmarke den Start seines ersten E-Autos vor. Jetzt ist bekannt: Der erste Stromer wird Spectre heissen und 2023 auf den Markt kommen.

von
Ben Wiesner

«Heute ist der bedeutendste Tag in der Geschichte von Rolls-Royce seit dem 4. Mai 1904», sagte Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös bei der Ankündigung des ersten vollelektrischen Modells der britischen Luxusmarke. Am 4. Mai 1904 trafen sich die Gründerväter, Charles Rolls und Sir Henry Royce, zum ersten Mal und kamen überein, dass sie das «beste Automobil der Welt» bauen wollten. «Heute, 117 Jahre später, bin ich stolz darauf, ankündigen zu können, dass Rolls-Royce mit dem Testprogramm für ein aussergewöhnliches neues Produkt beginnen wird.»

In der Öffentlichkeit getestet

Das erste vollelektrische Modell der BMW-Tochter wird aber erst Ende 2023 auf den Markt kommen. Für die nun startende Erprobung würden keine Prototypen eingesetzt. «Es handelt sich um ein echtes Fahrzeug, das in aller Öffentlichkeit getestet wird», unterstreicht der Rolls-Royce-Chef. Viele Fakten gibt Müller-Ötvös hingegen nicht bekannt, stattdessen schwärmt er lieber über die Namensgebung. «Es ist der Beginn eines neuen Vermächtnisses für unsere Marke. In diesem Sinne haben wir uns für einen völlig neuen Namen für dieses Fahrzeug entschieden. Ein Name, den wir speziell für diesen Moment reserviert haben: Spectre.»

Das noch stark getarnte Vorserienmodell lässt lediglich die Proportionen des Spectre erkennen.

Das noch stark getarnte Vorserienmodell lässt lediglich die Proportionen des Spectre erkennen.

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Das zweitürige Coupé wird auf der Alu-Plattform des neuen Phantom aufbauen.

Das zweitürige Coupé wird auf der Alu-Plattform des neuen Phantom aufbauen.

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Gut möglich, dass sich Rolls-Royce für den Antrieb des Spectre bei der Konzernmutter BMW bedient – denkbar ist die Konfiguration des kommenden iX M60.

Gut möglich, dass sich Rolls-Royce für den Antrieb des Spectre bei der Konzernmutter BMW bedient – denkbar ist die Konfiguration des kommenden iX M60.

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Abgesehen von diesem Namen und der Tatsache, dass der Spectre ein zweitüriges Coupé wird und auf der Alu-Plattform des neuen Phantom aufbaut, ist nichts bekannt. Es ist gut möglich, dass der erste Stromer von Rolls-Royce die Antriebstechnik des kommenden BMW iX M60 nutzen wird. Diese neue Topversion des grossen Elektro-SUV hat BMW unlängst bestätigt – man spricht von über 440 kW (600 PS) Leistung, die dank zwei Elektromotoren via Allradantrieb auf den Asphalt gebracht werden. Im etwas weniger starken iX50 sorgt eine Batterie mit 105 kWh für eine maximale Reichweite bis 630 Kilometern – irgendwo in diesem Bereich dürfte sich auch die Antriebskonfiguration des Spectre bewegen.

Erst der Anfang

Rolls-Royce hat bereits Anfang 2011 mit der Studie Phantom 102EX die ersten Ausblicke auf ein Elektromodell gegeben. Fünf Jahre später folgte das futuristische Konzeptauto 103EX. Das Serienmodell dürfte deutlich konventioneller ausfallen, wie die noch stark getarnten Testfahrzeuge vermuten lassen. Beim Spectre wird es übrigens nicht bleiben: Bis 2030 wollen die Briten nur noch rein elektrisch angetriebene Autos bauen.

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