Ab 1 Franken - Jetzt wird der letzte Mobility-Smart versteigert
Publiziert

Ab 1 FrankenJetzt wird der letzte Mobility-Smart versteigert

Mobility stellt auf Elektroautos um und mustert darum den Smart aus. Weil der Zweiplätzer sehr beliebt war, wird das letzte Exemplar nun online versteigert.

von
Barbara Scherer
1 / 8
Der Carsharing-Anbieter Mobility trennt sich vom Smart.

Der Carsharing-Anbieter Mobility trennt sich vom Smart.

Mobility
Das letzte Smart-Modell wird auf Ricardo versteigert.

Das letzte Smart-Modell wird auf Ricardo versteigert.

Mobility
Wer die Auktion gewinnt, darf den Smart von TV-Moderator Röbi Koller entgegennehmen.

Wer die Auktion gewinnt, darf den Smart von TV-Moderator Röbi Koller entgegennehmen.

Mobility

Darum gehts

  • Am Montag wird der letzte Mobility-Smart auf Ricardo versteigert.

  • Der Carsharing-Anbieter mustert den Zweiplätzer aus.

  • Denn es gibt laut Mobility keine gute alternative Elektro-Variante des Smart.

Nach 20 Jahren ist Schluss: Mobility mustert alle Smart-Autos aus. Dabei wird der letzte rote Zweiplätzer nun auf Ricardo versteigert, wie das Unternehmen 20 Minuten mitteilt. Die Auktion beginnt am Montag, 7. Juni und endet am Sonntag, 13. Juni.

«Der Smart war immer eine Ikone bei den Mobility-Nutzerinnen und -Nutzern, darum wollten wir das Auto auf eine coole Art verabschieden», erklärt Muzaffer Ünal, Social-Media-Verantwortlicher bei Mobility. Das letzte Exemplar wird ab einem Franken im Netz versteigert. «Wir rechnen mit einem Endverkaufspreis zwischen 5000 und 10’000 Franken für das Fahrzeug», so Ünal.

So wirbt Mobility für die Smart-Auktion.

Wer den Smart ersteigert, darf das Auto dann vom TV-Moderator Röbi Koller am Mobility-Hauptsitz in Rotkreuz entgegennehmen. «Es liegt auch eine Spritztour im Auto mit Röbi Koller drin», so Ünal. Der Schweizer Radio- und Fernsehmoderator ist selbst aktiver Mobility-Nutzer und wurde darum für die Aktion ausgewählt.

Das eingenommene Geld spendet Mobility vollumfänglich an einen guten Zweck. An welche Organisation gespendet wird, entscheidet die Öffentlichkeit per Online-Voting. Zur Auswahl stehen die Umweltorganisationen Pronatura und Myclimate.

Das ist Mobility

Mobility bietet Return-Carsharing in der ganzen Schweiz an. Mitglieder können Autos für einzelne Fahrten oder für eine Zeitspanne mieten. Inzwischen zählt Mobility 245’000 Kundinnen und Kunden und vermietet schweizweit 2950 Fahrzeuge an 1540 Standorten. Die Autos können rund um die Uhr gemietet werden, denn das vollautomatische System bietet Selbstbedienung an. Dabei ersetzt ein Mobility-Auto im Schnitt elf Privatfahrzeuge.

Die Ausmusterung der Smart-Fahrzeuge erfolgt im Rahmen der Umstellung auf Elektroautos: Mobility will bis 2030 ausschliesslich E-Autos zur Verfügung stellen. Bei der Elektrovariante des Smart stimme das Preis-Leistungsverhältnis nicht. «Darum ersetzen wir den Zweiplätzer nicht», erklärt Mediensprecher Patrick Eigenmann.

Immer neue Autos am Start

Alte Mobility-Autos werden über Occasions-Händler verkauft. Dabei werden Fahrzeuge nach etwa 80’000 Kilometern oder rund vier Jahren ersetzt. «Damit wollen wir den Kunden gewährleisten, dass sie moderne Fahrzeuge bei uns fahren können», so Eigenmann. Denn wer auf ein Privatauto verzichte, wolle umso mehr die Möglichkeit haben, neue Automodelle ausprobieren zu können.

Mit dem Smart verschwindet der einzige Zweiplätzer bei Mobility. Das heisse aber nicht, dass das für immer so bleiben werde: Mit dem Elektroboom werden sich die Autohersteller auch an neuen Kleinwagen versuchen. «Gerade für städtische Gebiete, wo es immer weniger Platz gibt, kann das interessant für uns sein», so Eigenmann.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

74 Kommentare