WWDC 2022: So sieht die Zukunft des iPhones aus

WWDC 2022So sieht die Zukunft des iPhones aus

An der Entwicklerkonferenz WWDC ging es vor allem um Software: Apple zeigte am Montag, was für neue Funktionen aufs iPhone kommen. Die Highlights des Events in der Zusammenfassung.

von
Tobias Bolzern
So sieht der neue iPhone-Lockscreen aus

Apple hat an der Entwicklerkonferenz WWDC neue Funktionen fürs iPhone vorgestellt. Darunter ist ein Lockscreen, der sich stark individualisieren lässt. Hier zeigt Apple, was alles möglich sein wird. (Video: Apple)

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Montag, 06.06.2022

Zusammenfassung

Apple hat an der Entwicklerkonferenz WWDC zahlreiche neue Funktionen für iPhone, iPad und Mac vorgestellt. Auch neue Hardware gab es zu sehen.

iOS 16

Mit iOS 16 erhält der Lockscreen ein grosses Update. Da werden sich viele freuen: So viel Möglichkeit zur Individualisierung gab es für Apple-Fans noch nie. Man kann Schriftart, Farben, Fotos, Anzeigen, Widgets und vieles mehr selbst bestimmen. Ausserdem wurden die Benachrichtigungen überarbeitet. Sie werden nun unten angezeigt – so nehmen sie nicht mehr so viel Platz auf dem Display weg.

iMessage erhält ein grosses Update: So können neu verschickte Nachrichten nachträglich noch bearbeitet werden. Damit kann man peinliche Schreibfehler ausbügeln, bevor sie das Gegenüber sieht. Auch lassen sich Nachrichten komplett löschen. Die Details zur Funktionsweise hat Apple bei der Präsentation nicht verraten.

Das Family Sharing wird mit iOS 16 ebenfalls verbessert. So gibt es neu eine Quickstart-Funktion, um Geräte für den Nachwuchs schneller einzurichten. Auch soll es einfacher werden, Konten für Kinder anzulegen und ihnen altersgerechte Inhalte zuzuweisen. Und die Verwaltung der Screentime wird einfacher: Man muss nicht mehr extra in die Einstellungen wechseln, um mehr Zeit zuzuweisen. Das geht neu direkt über iMessage. Apple Fotos erhält geteilte Galerien. Man kann die eigenen Aufnahmen mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen.

WatchOS

Es gibt neue Watchfaces mit watchOS 9 für die Apple-Uhr: Mondkalender, Wetter, Playtime. Auch gibt es nun kompakte Komplikationen für mehr Zifferblätter. Verbessert wurde auch Siri und Läufer und Läuferinnen erhalten verbesserte Fitnessinformationen. Die Fitness-App kommt neu auf alle iPhones. Wer mit der App also zum Beispiel seine täglichen Schritte zählen will, kann das nun auch ohne Apple Watch. Zudem kann die Uhr nun auch verschiedene Schlafphasen tracken. Neu gibt es auch einen Medikamenten-Tracker. Dieser erinnert Trägerinnen und Träger der Uhr daran, Medikamente richtig einzunehmen.

Macs und macOS

Der M2 ist da. Der Hersteller verspricht mit dem neuen Prozessor noch einmal deutlich mehr Leistung als beim Vorgänger bei geringem Stromverbrauch. Der erste Mac, der den M2-Chip erhält, ist das Macbook Air. Dieses hat ein neues Design erhalten. Es ist noch dünner geworden (rund 1 cm), hat ein 13,6 Zoll grosses Display, einen Magsafe-Anschluss für die Stromzufuhr, einen Audioanschluss und zwei Thunderbolt-Anschlüsse. Ausserdem gibt es neue Lautsprecher und bis zu 18 Stunden Videoplayback mit einer Ladung. Das Gerät gibt es in vier Farben. Auch das alte Macbook Pro (mit Touchbar) erhält den M2-Prozessor. Beim Air starten die Preise bei 1379 Franken, beim aufgemotzten Macbook Pro sind es 1449 Franken. Das neue macOS heisst Ventura. Ausserdem kann das iPhone neu als Webcam am Mac genutzt werden. Das geht mit iOS und einem Mac in Zukunft automatisch. Das iPhone muss nicht einmal dafür aufgeweckt werden.

iPadOS

Mit der Funktion Collaboration wird es künftig einfacher, um mit anderen Leuten zusammenzuarbeiten. Einfacher macht dies auch die neue App Free Form. Ein interaktives Whiteboard, an dem gleichzeitig zahlreiche Leute arbeiten können. Ideal fürs Brainstorming. Free Form soll es für Mac, iPad und iPhone geben. Sogenannte Desktop-Class-Apps sollen das Arbeiten am iPad besser machen, zudem wird die Files-App im kommenden System überarbeitet und die Funktion, um etwas rückgängig zu machen, gibt es neu systemweit. Stage-Manager - eine Multitaskingfunktion - wird neben dem Mac ebenfalls aufs iPad kommen.

Das wars. In Kürze wird es hier eine Zusammenfassung geben.

iPadOS

1,5 Stunden läuft die Präsentation schon. So lange hat Apple schon lange nicht mehr über Neuigkeiten erzählt. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Weiter geht es nämlich nun mit dem neuen iPadOS. Mit Collaboration wird es künftig einfacher, um mit anderen Leuten zusammenzuarbeiten. Einfacher macht dies auch die neue App Free Form. Ein interaktives Whitboard, an dem gleichzeitig zahlreiche Leute arbeiten können. Ideal fürs Brainstorming. Free Form soll es für Mac, iPad und iPhone geben.

Sogenannte Desktop-Class-Apps sollen das Arbeiten am iPad besser machen, zudem wird die Files-App im kommenden System überarbeitet und die Funktion, um etwas rückgängig zu machen, gibt es neu systemweit. Stage-Manager wird ebenfalls aufs iPad kommen.

Gaming

Jetzt wird gezockt! Apple verbessert die Grafikschnittstelle Metal. Das schon etwas ältere Game «No Man's Sky» soll die neue Technologie bereits nutzen und demnächst auch für Macs lanciert werden. Auch «Resident Evil: Village» erscheint für den Mac.

macOS

Das neue macOS heisst Ventura. Mit der neuen Funktion Stage-Manager soll es einfacher werden, mit vielen offenen Fenstern zu arbeiten. Das Aussehen von Stage-Manager erinnert an das Multitasking auf dem iPad. Mit Spotlight wird die Suche auf dem Mac verbessert und erweitert. So lassen sich neu zum Beispiel Fotos mit Beschreibungen finden.

Auch Apples Mail-App erhält Updates. So können neu Mails zum Beispiel zu vorher vorgegebenen Zeiten verschickt werden. Apple arbeitet auch daran, Passwörter abzulösen. Diese nutzen unter anderem biometrische Daten – und können laut dem Hersteller nicht gestohlen werden. Der iCloud-Schlüsselbund soll die Passkeys zwischen Geräten syncen können.

Das iPhone kann neu als Webcam am Mac genutzt werden. Das geht mit iOS und einem Mac in Zukunft automatisch. Das iPhone muss nicht einmal dafür aufgeweckt werden.

Die Funktionen das Macbook Air im Überblick:

Das Macbook Air hat ein neues Design erhalten. Es ist noch dünner geworden (rund 1 cm), ein 13,6 Zoll grosses Display, es hat einen Magsafe-Anschluss für die Stromzufuhr, einen Audioanschluss und zwei Thunderbolt-Anschlüsse. Ausserdem gibt es neue Lautsprecher und bis zu 18 Stunden Videoplayback mit einer Ladung. Das Gerät gibt es in vier Farben. Auch das alte Macbook Pro (mit Touchbar) erhält den M2-Prozessor.

Hier die CH-Preise:

Macbook Pro 13.3 8C CPU/10C GPU/8GB/256GB CHF 1449 Franken

Macbook Pro 13.3 8C CPU/10C GPU/8GB/512GB CHF 1669 Franken

Macbook Air 13.6 8C GPU/8GB/256GB CHF 1379 Franken

Macbook Air 13.6 10C GPU/8GB/512GB CHF 1699 Franken

M2

Weiter geht es mit den Macs. Diese erhalten einen neuen Prozessor: Apples M2. Der Hersteller verspricht noch einmal deutlich mehr Leistung als der Vorgänger bei geringem Stromverbrauch. Sprich: Der Prozessor ist gut geeignet für Leute, die einen mobilen Mac brauchen, aber sich gleichzeitig eine lange Akkulaufzeit wünschen. Der erste Mac, der den M2-Chip erhält, ist das Macbook Air.

Watch

Es gibt neue Watchfaces mit watchOS 9: Mondkalender, Wetter, Playtime. Auch gibt es nun kompakte Komplikationen für mehr Zifferblätter. Verbessert wurde auch Siri und Läufer und Läuferinnen erhalten verbesserte Fitnessinformationen. Die Fitness-App kommt neu auf alle iPhones. Wer mit der App also zum Beispiel seine täglichen Schritte zählen will, kann das nun auch ohne Apple Watch.

REM, Einschlafen und Co: Neu kann Apples Uhr auch verschiedene Schlafphasen tracken. Die Health-App zeigt diese dann im Nachhinein an. Neu gibt es auch einen Medikamenten-Tracker. Dieser erinnert Trägerinnen und Träger daran, Medikamente richtig einzunehmen.

Hier nochmals eine Übersicht über die neuen Funktionen von iOS 16. Das System wird voraussichtlich im Herbst – zusammen mit dem neuen iPhone – verfügbar sein.

Wer das Smarthome mit dem iPhone steuert, wird sich freuen. Die Home-App wurde für das kommende iOS 16 vollständig überarbeitet. Sie sei nun schneller und zuverlässiger, verspricht Apple. Vor allem für Smarthomes, die viele Gadgets haben. Ausserdem wurde der sogenannte Matter-Standard vorgestellt, der plattformübergreifend funktionieren soll. Mit dabei sind neben Apple auch Google, Belkin und andere grosse Firmen.

Das Family Sharing wird mit iOS 16 ebenfalls verbessert. So gibt es neu eine Quickstart-Funktion, um Geräte für den Nachwuchs schneller einzurichten. Auch soll es einfacher werden, um Konten für Kinder anzulegen und ihnen altersgerechte Inhalte zuzuweisen. Auch die Verwaltung der Screentime wird einfacher: Man muss nicht mehr extra in die Einstellungen wechseln, um mehr Zeit zuzuweisen. Das geht neu direkt über iMessage.

Apple Fotos erhält geteilte Galerien. Man kann die eigenen Aufnahmen mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen. Praktisch: So hat man nach den Ferien alle Fotos schnell an einem Ort.

Es geht Schlag auf Schlag. Nach einem kurzen Ausflug zu Apple Pay und ID-Karten auf dem iPhone kommt nun Apple Maps an die Reihe. Die Schweiz wird ebenfalls eine verbesserte Ansicht erhalten. Hier hat Apple die letzten Jahre viel Zeit und Geld reingesteckt – und das Angebot massiv verbessert. Das dürfte wohl in naher Zukunft so einige Fans von Google Maps weglocken.

iMessage

Die Messenger-App von Apple, iMessage, erhält zahlreiche Updates. So können in Zukunft verschickte Nachrichten bearbeitet werden. Damit kann man peinliche Schreibfehler noch ausbügeln, bevor sie das Gegenüber sieht. Auch lassen sich Nachrichten komplett löschen. Die Details zur Funktionsweise hat Apple bei der Präsentation nicht verraten. Verbessert wurde laut Apple auch die Diktierfunktion.

iOS 16

Da werden sich viele freuen: So viel Möglichkeit zur Individualisierung gab es für Apple-Fans noch nie. Man kann Schriftart, Farben, Fotos, Anzeigen, Widgets und vieles mehr selbst bestimmen.

Ausserdem wurden die Benachrichtigungen überarbeitet. Sie werden nun unten angezeigt – so nehmen sie nicht mehr so viel Platz auf dem Display weg. Neu ist auch die Funktion Live Activity. Damit kann zum Beispiel ein Audioplayer direkt auf dem Lockscreen vergrössert werden, um das Albumcover zu sehen.

Nach der Begrüssung und ein paar Worten über das neue Developercenter am Hauptsitz von Apple übergibt Cook das Wort an Software-Chef Craig Federighi. Er kommt gleich zur Sache: Der Lockscreen erhält mit iOS 16 ein grosses Update.

Es geht los. Mit ein wenig Verspätung. Tim Cook begrüsst ab dem Videoscreen.

Apple-CEO Tim Cook twittert noch kurz vor der Präsentation. Diese wird voraussichtlich in einer aufgezeichneten Form stattfinden. Vor Ort am Apple-Hauptquartier in Kalifornien sind allerdings ausgewählte Entwicklerinnen und Entwickler.

Neue Software für iPhone, iPad, Mac, Uhr und Apple TV – das gibt es heute mit hoher Wahrscheinlichkeit zu sehen. Unklar ist, ob am Event neue Hardware gezeigt wird. So könnte es unter Umständen ein neues Macbook Air zu sehen geben, spekuliert Mark Gurman von Forbes.com. Was die Fans sonst noch erwartet, haben wir hier für euch zusammengefasst.

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