M1 ProzessorDiese Macs erhalten als erste den neuen Apple-Chip

Apple sagt «Bye-bye!» zum Chip-Giganten Intel. Am Abend hat der iPhone-Hersteller drei neue Macs mit eigenem Prozessor gezeigt. Die Highlights der Präsentation im Überblick.

Das ist das Macbook Air mit dem neuen Apple-Chip.

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Dienstag, 10.11.2020

Zusammenfassung

Mini, Pro und Air: Diese drei Macs erhalten als erste den neuen Apple-Chip namens M1. Am Dienstag hat der iPhone-Hersteller den im Sommer angekündigten Wechsel vollzogen. So sollen die Mac-Computer in Zukunft keine Prozessoren von Intel mehr erhalten. Stattdessen geben eigene Chips in den Geräten den Takt an.

Davon profitieren sollen die Nutzer: Die neuen Geräte sind leistungsfähiger und brauchen laut Apple viel weniger Strom. Sprich: Die Akkus der Notebooks halten länger. Vor allem das Macbook Pro könnte sich als Batterie-Wunder entpuppen. Das Gerät soll bis zu 20 Stunden ohne Steckdose auskommen. Auf das Fazit der ersten Tester darf man gespannt sein.

Der Schritt folgt aber wohl auch im Eigeninteresse von Apple. Denn so kann der Hersteller sein Gärtchen besser pflegen und sein Umsatzpotenzial erweitern. So laufen iPhone-Apps künftig auch direkt auf Mac-Computern.

Die drei Modelle Mac Mini (ab 779 Fr.), Macbook Pro (ab 1399 Fr.) und Macbook Air (ab 1079 Fr.) können ab sofort bestellt werden. Sie werden bereits ab kommender Woche ausgeliefert. Das neue Betriebssystem macOS Big Sur kann ab Donnerstag installiert werden.

Wir liefern an dieser Stelle in kürze eine Zusammenfassung des Events.

Wir sind zurück bei CEO Tim Cook: «2020 war ein Jahr, wie kein anderes», sagt er. Und damit sagt er nach 45 Minuten «Bye».

«Es ist ein langer Weg», heisst es von Apple. Die Intel-Macs werden im übrigen nicht sofort aus dem Programm verschwinden. Der Hersteller verkauft die bisherigen Macs weiterhin, bis die Umstellung zu den eigenen Prozessoren abgeschlossen ist.

Die drei Geräte können ab sofort bestellt werden. Sie werden ab nächster Woche ausgeliefert. Das neue Betriebssystem macOS Big Sur kann ab Donnerstag installiert werden.

Das 13-Zoll Macbook Pro erhält ebenfalls den neuen M1-Chip. «Mit dem neuen Prozessor wird das Gerät jetzt noch mehr Pro», weiss die Apple-Managerin. Bisher gab es viele Zahlen von Apple und viele Vergleiche zu anderen Computern. Wir sind auf alle Fälle gespannt, wie die ersten Tester die Geräte einschätzen werden. Der Akku des Macbook Pro soll für bis zu 20 Stunden Video-Wiedergabe ausreichen. Das wäre in der Tat beeindruckend. Das Gewicht (ungefähr 1,3 Kilogramm) ändert sich nicht im Vergleich zum Vorgänger. Preise starten ab 1299 Dollar.

Im Gegensatz zum Macbook Air ist beim Mac Mini allerdings ein Lüfter eingebaut. Der Preis startet bei 699 Dollar. Laut Apple 100 Dollar günstiger als der Vorgänger. Und noch den Spickzettel Nummer 3:

Und noch mehr Hardware: Der Mac Mini erhält ebenfalls den neuen M1-Chip von Apple. Zu sehen ist das Gerät hier im Steve Jobs Theater am Hauptsitz von Apple in Cupertino im US-Bundesstaat Kalifornien.

Auch zum Macbook Air gibt es einen Spickzettel:

Keine grosse Überraschung. Das erste Notebook, das den M1-Prozessor erhält ist das Macbook Air. So sieht es aus. Das dünne Gerät soll problemlos 4K-Inhalte verarbeiten können, verspricht Apple. Dabei macht es keinen Krach, denn einen Lüfter gibt es im Macbook Air nicht. Der Akku soll für bis zu 18 Stunden Video-Playback ausreichen. In den USA wird das Gerät ab 999 Dollar (Angabe ohne Steuern) verkauft. Die Schweizer Preise reichen wir nach.

In einem Video mit Entwicklern sind einige Namen gefallen. Panic, Adobe, Affinity – das sind alles Entwickler, die ihre Apps wohl von Beginn an für die neue Plattform optimiert haben. Im Werbe-Clip schwärmen die Entwickler von der Leistung des neuen Chips.

Was aber wenn man Apps oder Software nutzt, die noch nicht mit dem neuen Chip kompatibel sind? Apple will hier ein Emulations-Programm bieten, um diese Programme auf den neuen Computern laufen zu lassen. Wie gut das im Alltag funktioniert wird sich wohl erst in den nächsten Monaten zeigen, sobald Nutzer mit der neuen Hardware arbeiten.

Software und Hardware spielen nun besser zusammen. Der Hersteller verspricht, dass die Notebooks nun schneller aus dem Ruhezustand aufwachen und Apps und Software mit M1 und dem neuen Betriebssystem Big Sur deutlich schneller starten.

Praktisch: Apple liefert einen Spickzettel nach, mit den wichtigsten Daten.

Ruck-zuck: Slide um Slide – das Tempo, dass der Apple-Manager hier an den Tag legt, ist fast so flott wie der neue M1-Prozessor. Die technischen Daten, die der Mann hier herunter-rattert, müssen wir uns später wohl nochmals in Ruhe anschauen.

Es geht gleich zur Sache: M1 so heisst der neue All-in-one-Prozessor, der bei Macs den Takt angeben soll. Gebaut ist es mir 5-Nanometer-Technologie. Apple verspricht mit dem M1 viel Performance bei wenig Stromverbrauch zu liefern.

Es geht los. Erst mal gibt es von Apple-CEO Tim Cook eine kleine Zusammenfassung der letzten zwei Präsentationen. Dort gab es iPhones, iPads und Apple Watches zu sehen. Es gibt viele neue Mac-Nutzer, sagt Apple. Ob das mit dem Homeoffice zusammenhängt?

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Der Anlass startet um 19 Uhr.

20 Minuten berichtet im Ticker über die Highlights.

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Hinter der Ankündigung steckt Kalkül: Apple möchte mit dem Schritt mehr Kontrolle über die Mac-Produktion erlangen. Für Kunden dürfte diese ebenfalls von Vorteil sein. So sollen die neuen Macs leistungsfähiger, stromsparender und günstiger werden. Als erstes dürfte ein Notebook mit den neuen Chips von Apple enthüllt werden. Später sollen die Chips in allen Apple-Computern verbaut sein.

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Apple sagt nämlich dem Chip-Hersteller Intel «Bye-bye!» Bereits im Sommer hat der iPhone-Bauer den Schritt angekündigt. Es ist die grösste Neuerung für die Mac-Computer seit dem Wechsel von PowerPC zu Intel, die 2005 angekündigt wurde.

82 Kommentare
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One more thing

11.11.2020, 16:54

Unter diesem Motto hätte ich mehr erwartet. Der Prozessor ist nicht neu und die neuen Macbooks sind einfach iPads auf Steroide. Bin aber trotzdem auf die Umsetzung gespannt, da ja z.B. Photoshop erst für 2021 angekündigt wurde.

Rainer B. Trug

11.11.2020, 13:55

Lol, apple hat schon lange fertig, und jetzt verkaufen sie auch noch ipads als macbooks?

Charles Henri

11.11.2020, 12:42

Ihr könnt mich mal alle. Ich habe einen wirklich guten Freund, der weiss, was er macht. Er ist seit fast 20 Jahren im Business. Wir reden zusammen, er analysiert meinen "alten" PC und baut mir dann "à la carte" den neuen PC zusammen. Alles nur beste Bestandteile, optimal aufeinander abgestimmt und seriös zusammengebaut. Und die Maschine ist einfach der Hammer. Und das zu 60% eines PCs aus dem Internet oder Laden. Und last but not least. Alle Programme wieder sauber installiert, alle Daten übernommen und es läuft von der ersten Sekunde an alles. Apple und Microsoft kann mir gestohlen bleiben. Qualität vor Prestige. Inzwischen kaufen mehrere Kollegen und Verwandte auch bei ihm.