Aktualisiert 13.01.2014 15:26

ÜbernahmeJim Beam Whiskey wird japanisch

Der japanische Schweppes-Hersteller Suntory kauft für 16 Milliarden Dollar den amerikanischen Whiskey-Produzenten Beam. Er wird damit zum weltweit drittgrössten Spirituosenkonzern.

Gehört nun den Japanern: Die Geschichte von Jim Beam Whiskey hatte im Jahr 1795 in Kentucky begonnen.

Gehört nun den Japanern: Die Geschichte von Jim Beam Whiskey hatte im Jahr 1795 in Kentucky begonnen.

Die Transaktion solle im zweiten Quartal abgeschlossen werden, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Die Unternehmensleitungen hätten dem Vorhaben zugestimmt, es stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Regulierungsbehörden und der Beam-Aktionäre.

Der Kaufpreis setzt sich aus 13,6 Milliarden Dollar in bar und der Übernahme von Schulden zusammen. Am Aktienmarkt schoss die Beam-Aktie vorbörslich rund 25 Prozent in die Höhe. Denn Suntory offeriert je Aktie 83,50 Dollar, dies entspricht einem Aufschlag von 25 Prozent zum Schlusskurs am vergangenen Freitag.

Bereits Orangina Schweppes geschluckt

Die Jim-Beam-Geschichte hatte im Jahr 1795 in Kentucky begonnen. Heute gehören zum Konzern auch Marken wie Canadian Club oder Laphroaig Scotch Whisky.

Suntory war erst im vergangenen Sommer an die Börse gegangen. 2009 hatte der Konzern den europäischen Limonadenhersteller Orangina Schweppes übernommen. Da die Nachfrage in Japan schwächelt, ist der Konzern aus Osaka im Ausland auf Einkaufstour. Im September übernahm Suntory für 1,6 Milliarden Euro Softdrink-Geschäfte des britischen Pharmaherstellers GlaxoSmithKline. Im Spirituosenmarkt konkurrieren die Japaner nun mit Branchengrössen wie Diageo, Pernod Ricard oder Remy Cointreau. (sda)

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