«Lemony Snicket's a Series of Unfortunate Events»: Jim Carrey als Kinderschreck
Aktualisiert

«Lemony Snicket's a Series of Unfortunate Events»Jim Carrey als Kinderschreck

Im düsteren Kinderfilm «Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse» läuft Jim Carrey zu Hochform auf. Emotionen kommen trotzdem selten auf.

«Für alle, die nicht auf den nächsten ‹Harry Potter› warten mögen», heisst es auf dem Kinoplakat zum Film «Rätselhafte Ereignisse». Der Vergleich kommt nicht von ungefähr: In Amerika haben die gleichnamigen Kinderbücher von Lemony Snicket den Zauberlehrling in den Bestseller-Listen längst überrundet.

Zur Story: Drei aufgeweckte Geschwister verlieren bei einem Hausbrand ihre Eltern. Daraufhin werden sie zu Graf Olaf (Jim Carrey), einem schrulligen Verwandten, gebracht. Nun droht Ungemach in Dickens'schem Ausmass: Eingesperrt müssen die Waisen Olaf als Haussklaven dienen. Doch es kommt noch schlimmer. Um an ihr Erbe zu kommen, ist der umheimliche Graf entschlossen, sie mit fiesen Fallen um die Ecke zu bringen. Als die Aufsichtsbehörde dem finsteren Treiben auf die Spur kommt, schickt man sie zu weiteren Verwandten, die allesamt nicht alle Tassen im Schrank haben.

Vom Regen in die Traufe zu kommen: Das scheint das Schicksal der drei Geschwister zu sein – und zugleich die grosse Schwäche des Films. Anstatt einer spannenden Handlung bekommt man eine auf die Dauer ermüdende Serie von Unglücksfällen präsentiert. Darum mögen trotz einer grausig-schönen Inszenierung im Tim-Burton-Stil keine Emotionen aufkommen. Bleibt zu hoffen, dass die weiteren Snicket-Bücher dramatischer oder aber humorvoller verfilmt werden – sonst wartet man doch lieber auf den nächsten «Harry Potter».

(phz)

(sda)

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