BERN: Jimy Hofer fordert mehrere «Fixerstübli» für Raucher
Aktualisiert

BERNJimy Hofer fordert mehrere «Fixerstübli» für Raucher

Jimy Hofer vergleicht Raucher mit Junkies und Alkoholikern und fordert spezielle Raucherstübli. Experten geben ihm keine Chance.

von
Lorenz Hanselmann

«Mir geht es um gleichlange Spiesse», sagt der Berner Stadtrat Jimy Hofer (parteilos). «Dass Alkis und Junkies ihrer Sucht im Warmen frönen, während Raucher bald an den Ranzen frieren, ist einfach nicht fair.» Seine Forderung: Die Stadt Bern solle den Rauchern mehrere Lokale zu Verfügung stellen. Analog zum Fixer- und Alkistübli sollen kleine Bars und Eckkneipen zu Raucherstübli umfunktioniert werden. Ganz uneigennützig ist dies nicht: Hofer ist zwar Nichtraucher, in seiner Broncos-Loge möchte er den blauen Dunst aber gerne weiterhin zulassen.

Laut Ruedi Löffel von der Fachstelle für Suchtpräven­tion des Blauen Kreuzes wird sich Hofers Motion allerdings in Rauch auflösen: «Es ist absolut ausgeschlossen, dass eine Gemeinde etwas beschliesst, das den Bestimmungen des Kantons zuwiderläuft.»

Das bernische Rauchverbot, das voraussichtlich im Juli kommt, sieht nämlich keine Ausnahmen vor. Eine letzte Möglichkeit sieht Hofer dennoch: Würde der Tabakkonsum irgendwann illegal, müsste die Stadt die Raucherstübli sogar finan­ziell unterstützen.

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