Job Factory: Jugendliche aus der Sackgasse holen
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Job Factory: Jugendliche aus der Sackgasse holen

Hoffnung für arbeitslose Jugendliche: In der Job Factory sollen sie die Chance bekommen, ins Berufsleben einzusteigen. Ein privates Projekt, marktwirtschaftlich organisiert, ohne Staatsgelder.

«Wir brauchen keine Subventionen, die Job Factory muss als Unternehmen rentieren», betont Beat Fasnacht. Der Unternehmer aus Galmiz will keine geschützten Werkstätten aufbauen, sondern die Jugendlichen sollen unter marktwirtschaftlichen Bedingungen arbeiten. Möglichst in Berufen, die sie interessieren. An der Job Factory in Düdingen wollen sich Firmen aus diversen Branchen wie Medizinal- und Röntgentechnik oder Tresor- und Gartenbau beteiligen.

In Basel hat sich das Modell bereits bewährt. Dort betreiben 120 so genannte Juniors ein Warenhaus. Dabei beweisen sie Durchhaltevermögen, Flexibilität, unternehmerisches Denken und schöpfen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Nach durchschnittlich sechs Monaten in der Job Factory finden 71 Prozent eine definitive Stelle. Bei der Integration im neuen Betrieb werden sie weiter unterstützt.

«Ich will niemandem falsche Hoffnungen machen», sagt Fasnacht. Das Startkapital von drei Millionen Franken für die geplante Job Factory in Düdingen sei noch nicht gesichert. Eine Liegenschaft wurde kürzlich erworben. In Bern, Biel und Thun sind weitere Factorys geplant.

Patrick Marbach

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