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Lieber Phil GeldJob-Interview: Welche Tricks sind erfolgreich?

Chantal (29) bereitet sich für ein Bewerbungsgespräch vor. Kann sie mit gewissen Tricks ihre Chancen erhöhen? Welche Verhaltensregeln sind besonders wichtig?

Bewerbungsgespräch: Eine gute Vorbereitung zahlt sich aus.

Bewerbungsgespräch: Eine gute Vorbereitung zahlt sich aus.

Lieber Phil Geld,

Es scheint, dass ich meinen Traumjob gefunden habe. Ich kann mich in zwei Wochen persönlich vorstellen. Immer wieder hört man von besonders erfolgversprechenden Verhaltensregeln. Frage: Was bringen diese Tipps? Und was gilt es besonders zu beachten?

Liebe Chantal

Zum Thema Bewerbungsgespräch wurden schon Hunderte von Büchern geschrieben. Es gibt dazu sehr viele Ratschläge (siehe auch Links weiter unten). Lass dich nicht zu stark von den so genannten heissen Tipps verwirren. Das heisst: Den Kern der Sache nicht aus den Augen verlieren. Du musst dir das Stellenprofil vor Augen halten und genau überlegen, welche Fähigkeiten du für den fraglichen Job mitbringst. Selbstverständlich geht es darum, dass du im Gespräch die positiven Aspekte betonen kannst - Ausbildung, Erfahrung, Projekte und so fort. Fragen, die regelmässig gestellt werden: «Weshalb wollen Sie die Stelle wechseln?» «Welches sind aus Ihrer Sicht Ihre Schwächen und Stärken?» «Weshalb sollen wir Sie einstellen?» «Welche Lohnvorstellung haben Sie?» Sehr wichtig: Bereite das Gespräch systematisch vor. Mache dazu ein FAQ (Frequently Asked Questions). Erstelle also schriftlich einen Katalog mit allen möglichen Fragen und versuche danach eine möglichst treffende Antwort zu geben.

Zusätzlich solltest du einige Fragen notieren, die du selber am Gespräch stellen willst. Zum Beispiel: In welche Richtung entwickelt das Management das betreffende Geschäftsfeld? Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Wie sieht die Organisation der Abteilung konkret aus?

Auf jeden Fall schätzen Vorgesetzte und Personalverantwortliche es, wenn der Interviewte authentisch - nicht künstlich - rüberkommt. Genau der Eindruck von Künstlichkeit kommt aber dann auf, wenn man zu viele Ratschläge berücksichtigen will. Gewiss, die Erfolgschancen steigen, wenn du engagiert, aufmerksam und freundlich rüber kommst. Vielleicht kannst die Stimmung entkrampfen, indem du über dich selber einen Witz machst.

Mache gezielt Recherchen zum Unternehmen im Internet. Dieser Aspekt wird häufig unterschätzt, ist aber entscheidend. Schliesslich sagt das nicht nur über dein Allgemeinwissen etwas aus. Dieses Knowhow zeigt dem potenziellen Arbeitgeber auch, wie interessiert du wirklich bist. Recherchen über das Unternehmen sind im Internetzeitalter einfach anzustellen. Die Firmen-Homepage stellt ein riesiges Informationsangebot zur Verfügung. Du konzentrierst dich vorzugsweise auf die Rubrik «About» bzw. «Über das Unternehmen» sowie auf die aktuellen Produkt-Angebote. Du solltest die Organisationsstruktur, die Tätigkeitsfelder sowie die wichtigsten Entscheidungsträger kennen. Bei grösseren Unternehmen sollte man auch über die aktuellen Schlagzeilen im Bilde sein. Hier lohnt sich der Blick in die Rubrik «Medienmitteilungen» sowie die Suche des Firmennamens auf Google-News bzw. Twitter.

Leider zählen aber nicht bloss Wissen und Interesse: Arbeitgeber suchen vor allem neue Kandidaten, die menschlich und punkto Fähigkeiten in das bereits bestehende Team passen. Deshalb kann es geschehen, dass deine Bewerbung nicht weiter berücksichtigt wird, selbst wenn du dich optimal vorbereitet hast und glaubst, alle nötigen Voraussetzungen mitzubringen. Andernorts klappts vielleicht, obwohl du vielleicht persönlich glaubst, nicht die besten Voraussetzungen mitzubringen.

Hier findest du weitere Ratschläge:

Tipps für ein erfolgreiches Gespräch;

Erlaubte und unerlaubte Fragen;

Körpersprache im Vorstellungsgespräch;

Kleidung im Vorstellungsgespräch;

Vorstellungsgespräch - die Lohnverhandlung.

Freundlich grüsst

Phil Geld

E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch

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