Aktualisiert 27.11.2009 09:52

Kurt Greenbaum

Job verloren wegen «Pussy»-Kommentar

Ein unbedarfter Leserkommentar auf einer US-Newsplattform bringt für alle Beteiligten Folgen mit sich, die sie sich wohl in ihren kühnsten Träumen nicht hätten ausmalen können.

von
mbu

In der Rubrik «Talk of the day» fragte Mitte November der Journalist Kurt Greenbaum die Leser des US-Nachrichtenportals stltoday.com, was das Seltsamste war, dass sie jemals gegessen hätten, schreibt Welt Online. Einer der Leser antwortete schlicht und einfach mit «Pussy», was wiederum Greenbaum so sauer aufstiess, dass er den Eintrag kurzerhand löschte. Doch der Verfasser wollte sich partout nicht der Zensur beugen und schrieb es erneut - ein Fehler, wie sich kurze Zeit später herausstellen sollte.

Greenbaum überprüfte die IP-Adresse und konnte sie im Nu einer Schule in St. Louis zuordnen. Daraufhin rief er den Schulleiter an und beschwerte sich. Der Rektor leitete eine interne Untersuchung ein, der «Täter» war schnell eruiert. Dabei handelte es sich nicht um einen Schüler, sondern einen Erwachsenen, der noch am gleichen Tag seinen Job hinschmiss.

Als die ungewöhnliche Geschichte publik wurde, richtete sich der Zorn der Blogosphäre schnell gegen Kurt Greenbaum. Schliesslich wurde durch seinen Anruf beim Rektor die folgenschwere Untersuchung erst ins Rollen gebracht. Im Vergleich zu den Worten, die ihm jetzt auf der Webseite kurtgreenbaumisapussy.com an den Kopf geworfen werden, ist «Pussy» gerade noch salonfähig. Sein Name tauchte zwischenzeitlich auf Platz 29 der meistgesuchten Begriffe auf Google USA auf. Eigenen Angaben zufolge bereut er den Anruf nicht.

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