Halbierung bis 2030 - Joe Biden hat ambitionierte Klima-Ziele vor Augen
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Halbierung bis 2030Joe Biden hat ambitionierte Klima-Ziele vor Augen

Am Donnerstag richtet die USA einen virtuellen Klimaschutzgipfel aus. Bidens Ziel ist, den CO₂-Ausstoss bis 2030 zu halbieren.

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Anders als sein Vorgänger Donald Trump betrachtet Joe Biden den Kampf gegen den Klimawandel wieder als Priorität.

Anders als sein Vorgänger Donald Trump betrachtet Joe Biden den Kampf gegen den Klimawandel wieder als Priorität.

AFP
China und die USA sind weltweit die grössten Verursacher von Co₂-Emissionen. Besonders im Energie- und Transportsektor müssen die USA drastisch umschwenken.

China und die USA sind weltweit die grössten Verursacher von Co₂-Emissionen. Besonders im Energie- und Transportsektor müssen die USA drastisch umschwenken.

AFP
Beim virtuellen Klimagipfel am Donnerstag nehmen unter anderem auch Angela Merkel und Wladimir Putin teil.

Beim virtuellen Klimagipfel am Donnerstag nehmen unter anderem auch Angela Merkel und Wladimir Putin teil.

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Darum gehts

  • In den nächsten zehn Jahren will Biden den CO₂-Ausstoss der USA halbieren.

  • Mit diesem Ziel liegt er doppelt so hoch wie die EU.

  • Papst Franziskus will sich zum virtuellen Klimagipfel am Donnerstag zuschalten.

Die USA wollen ihren Ausstoss an Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 2005 halbieren. Diesen Plan werde Präsident Joe Biden am Donnerstag beim von den USA ausgerichteten virtuellen Klimagipfel vorstellen, erklärte ein Regierungsvertreter in Washington. Ziel sei es, auch andere Länder zu einem ehrgeizigeren Vorgehen im Kampf gegen die Erderwärmung zu motivieren. Mit seinem Plan, die Treibhausgas-Emissionen um 50 bis 52 Prozent zwischen 2005 und 2030 zu reduzieren, liegt Biden fast doppelt so hoch wie die EU. Die EU hatte sich am Mittwoch auf ein Ziel von mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 festgelegt. Für die USA ist dies ein bindender Zielwert, aber auf jeden Fall symbolträchtig. Es ist ein Zeichen, dass die USA unter Biden anders als unter seinem Vorgänger Donald Trump den Kampf gegen den Klimawandel wieder als Priorität betrachten.

«Die Kosten einer Verzögerung sind zu hoch»

Um den Zielwert zu erreichen, müssten die USA im Energiesektor und im Transportwesen drastisch umschwenken, deutlich mehr auf erneuerbare Energien setzen und die Emissionen durch Kohle und Öl ebenso deutlich beschränken. Die USA sind nach China der weltweit grösste Verursacher von CO₂-Emissionen. «Die Vereinigten Staaten warten nicht, die Kosten einer Verzögerung sind zu hoch und unser Land ist entschlossen, jetzt zu handeln», teilte die Regierung mit. «Der Klimawandel stellt eine existenzielle Bedrohung dar, aber auf diese Bedrohung zu reagieren bietet eine Chance, gut bezahlte Arbeitsplätze zu unterstützen, die arbeitenden Menschen zu stärken, öffentliche Gesundheit zu schützen und Umweltgerechtigkeit voranzubringen.» Konkrete Pläne legte die US-Regierung aber nicht vor.

Merkel, Biden und Putin am virtuellen, runden Tisch

Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris wollten den Online-Gipfel am Donnerstag um 8 Uhr Ortszeit (14 Uhr MESZ) eröffnen. Ihre Teilnahme zugesagt haben unter anderen Chinas Staatschef Xi Jinping, der russische Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch Vertreter von Inselstaaten, die bereits mit den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen haben, wollten sich zuschalten, genauso wie Papst Franziskus.

Die EU hatte vor dem zweitägigen Gipfel beschlossen, den CO₂-Ausstoss bis zum Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. Das europäische Klimagesetz schreibt zudem das Ziel fest, dass die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral wird.

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(AFP/DPA/roa)

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