USA: Joey drohte an Heiligabend zu erfrieren – dann rettet ihn Sha’Kyra

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USAJoey drohte an Heiligabend zu erfrieren – dann rettet ihn Sha’Kyra

Sha’Kyra Aughtry rettete einem geistig behinderten Mann an Heiligabend wohl das Leben. Dieser kämpfte sich allein und nahe am Erfrieren durch den Schneesturm von Buffalo.

von
Florian Osterwalder
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Sha’Kyra Aughtry kümmerte sich an Heiligabend um den geistig behinderten Joey White. 

Sha’Kyra Aughtry kümmerte sich an Heiligabend um den geistig behinderten Joey White. 

Screenshot CBS News
Durch die Kälte hatte der 64-Jährige bereits Frostbeulen an den Händen.

Durch die Kälte hatte der 64-Jährige bereits Frostbeulen an den Händen.

Screenshot CBS News
Da die Sanitäter wegen des Schneesturms nicht zu der Wohnung kommen konnten, verbrachte Joey White Weihnachten mit der Familie von Sha’Kyra Aughtry. 

Da die Sanitäter wegen des Schneesturms nicht zu der Wohnung kommen konnten, verbrachte Joey White Weihnachten mit der Familie von Sha’Kyra Aughtry. 

Screenshot CBS News

Darum gehts

  • Die Geschichte des Weihnachtswunders begann, als Aughtry am Morgen des Heiligen Abends aufwachte und Hilfeschreie hörte.

  • Vor ihrer Wohnung traf sie auf den stark unterkühlten Joey White.

  • Die Familie von Sha’Kyra Aughtry nahm den Mann bei sich auf und sorgte sich um ihn. 

Es gibt sie tatsächlich noch, die Weihnachtswunder. Im Dezember vergangenen Jahres zog einer der verheerendsten Schneestürme über den Osten der USA. Besonders schlimm getroffen hat es Buffalo im Bundesstaat New York. Der geistig behinderte Joey White stapfte allein in klirrender Kälte durch den Schnee. 

Die Geschichte des Weihnachtswunders begann, als Aughtry am Morgen des Heiligen Abends aufwachte und Hilfeschreie in der Nähe ihres Wohnortes hörte, wie CBS News vor einigen Tagen berichtete. Sie schaute aus dem Fenster und sah einen Mann, der sich im Schnee abmühte. «Plötzlich stand er vor meiner Tür und hämmerte dagegen», so Aughtry. Draussen herrschten zu dieser Zeit knapp vier Grad und Windgeschwindigkeiten von fast 85 km/h.

Rettungskräfte konnten wegen Schneesturm nicht kommen

Sha’Kyra und ihr Freund Trent zögerten keine Sekunde und nahmen Joey bei sich auf. «Sie haben es ihm gemütlich gemacht, er hat Liebe bekommen», so die Schwester von Joey, Yvonne White. Der 64-Jährige lebt in der Nähe von Aughtrys Haus in einer Wohngruppe. An diesem Morgen war er auf dem Weg zu einem Kino, in dem er seit 40 Jahren als Hausmeister arbeitet. Wie die Schwester von Joey gegenüber CBS News sagt, habe ihr Bruder die geistige Fähigkeit eines Zehnjährigen.

Sha’Kyra sagt gegenüber dem Sender: «Er war so durchgefroren, dass auch seine Kleidung komplett gefroren war.» Seine Hände waren überzogen mit Frostbeulen. Sha’Kyra habe immer wieder versucht, den Notruf zu erreichen. Die Wetterbedingungen hätten es jedoch nicht zugelassen, dass die Rettungskräfte zu ihrer Wohnung hätten durchdringen können. «Ich wartete auf die Nationalgarde und ich wartete immer noch auf den Notruf, die Sanitäter, die Feuerwehr», sagt sie. 

Nach 36 Stunden kamen die Sanitäter

Währenddessen schneite es draussen ununterbrochen weiter. So verbrachte Joey Weihnachten mit Ska’Kyra und ihrem Freund und den Kindern des Paares. Die Familie päppelte den Mann wieder auf und spielte ihm Weihnachtsfilme vor. Doch die Hände von Joey hätten sich immer mehr verfärbt, die Schmerzen seien allmählich unerträglich geworden. 

Rund 36 Stunden nach Beginn der Tortur für Joey seien zwei Sanitäter eingetroffen, die den 64-Jährigen ins Spital eingeliefert hätten. «Als wir in den Wagen stiegen, sagte er mir, er habe Angst.» Sha’Kyra beruhigte Joey und antwortete ihm: «Wir haben Hilfe. Die Ärzte werden sich um dich kümmern.»   

Lebst du oder lebt jemand, den du kennst, mit einer Behinderung?

Hier findest du Hilfe:

Verzeichnis der Behindertenorganisationen des Bundes

Inclusion Handicap, Dachverband der Behindertenorganisationen Schweiz, Information und Rechtsberatung

EnableMe, Portal und Community von und für Menschen mit Behinderungen

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