Husten: Joey verliert sein Piercing – nach fünf Jahren taucht es in seiner Lunge auf

Publiziert

Husten Joey verliert sein Piercing – nach fünf Jahren taucht es in seiner Lunge auf

Joey Lykins verliert im Schlaf seinen Nasenring. Er sucht lange. Jedoch ohne Erfolg. Er gibt auf. Nach fünf Jahren enthüllt ein Röntgenbild, wo es die ganze Zeit steckte.

von
Fee Anabelle Riebeling
1 / 4
Joey Lykins aus Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) im Spitalbett: Bei dem 35-Jährigen bestand der Verdacht einer Lungenentzündung. Deshalb wurde er geröntgt.

Joey Lykins aus Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) im Spitalbett: Bei dem 35-Jährigen bestand der Verdacht einer Lungenentzündung. Deshalb wurde er geröntgt.

Kennedy News and Media
Anstelle von für Lungenentzündungen typischen Veränderungen entdeckten die Medizinerinnen und Mediziner einen klammerartigen Fremdkörper in seinem Lungenflügel. Dieser ist hier im Bild oben rechts zu sehen. Bei dem kleinen Stab mit zwei Kugeln am Ende auf der linken Seite handelt es sich um sein Brustwarzenpiercing. 

Anstelle von für Lungenentzündungen typischen Veränderungen entdeckten die Medizinerinnen und Mediziner einen klammerartigen Fremdkörper in seinem Lungenflügel. Dieser ist hier im Bild oben rechts zu sehen. Bei dem kleinen Stab mit zwei Kugeln am Ende auf der linken Seite handelt es sich um sein Brustwarzenpiercing. 

Kennedy News and Media
Tatsächlich handelte es sich auch bei dem Fremdkörper in seiner Lunge um ein Piercing. Genauer gesagt, um diese Septumklammer. 

Tatsächlich handelte es sich auch bei dem Fremdkörper in seiner Lunge um ein Piercing. Genauer gesagt, um diese Septumklammer. 

Kennedy News and Media

Darum gehts

Wegen Verdacht auf Lungenentzündung musste Joey Lykins aus Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio ins Spital. «Gegen 2.30 Uhr hustete ich so stark, dass mein Rücken anfing zu schmerzen.» Doch das Röntgenbild zeigte keine Veränderungen der Lungenbläschen oder des Gewebes. Dafür stach den Ärztinnen und Ärzten eine andere Auffälligkeit ins Auge: ein knapp 1,5 Zentimeter grosser Fremdkörper, der im oberen linken Lungenflügel des 35-Jährigen steckte.

Doch nicht nur das dürfte das medizinische Personal überrascht haben, sondern auch die Reaktion ihres Patienten: «Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Danach habe ich schon gesucht!» Denn Lykins hatte auf dem Röntgenbild sein lange vermisstes Nasenpiercing wiederentdeckt.

Im Schlaf eingeatmet

Verschwunden war das Septum-Piercing (siehe Box) vor fünf Jahren, wie Heute.at schreibt – in der Nacht. Er sei mit zwölf Piercings schlafen gegangen, aber nur mit elf Steckern erwacht. «Ich dachte, ich hätte es vielleicht verschluckt. Ich habe überall danach gesucht. Ich habe das Bett umgedreht. Ich habe alles getan, es aber nicht gefunden.» Irgendwann habe er aufgegeben und sich ein neues Schmuckstück besorgt.

Wieso das Piercing dem 35-Jährigen erst jetzt Probleme bereitete, können die Ärztinnen und Ärzte nicht sicher sagen. Mögliche Erklärungen: Das Narbengewebe um den Stecker könnte zu gross geworden oder innerhalb der Lunge verrutscht sein. Lykins gibt an, in den letzten fünf Jahren immer mal wieder gehustet zu haben, «aber ich habe mir nie viel dabei gedacht». Er sei froh, dass das Piercing seine Lunge nicht durchbohrt habe.

Septum-Piercing

«Ich habe es als Souvenir behalten»

Nach der Entdeckung blieb der Schmuck noch drei weitere Tage in der Lunge. Dann entfernten ihn die Medizinerinnen und Mediziner mittels Bronchoskopie. Dabei wird entweder ein dünner, beweglicher Schlauch oder ein starres Rohr über Mund oder Nase in die Luftröhre bis in die Lunge geführt, mit dem der Fremdkörper gegriffen werden kann. Die Ärztinnen und Ärzte händigten Lykins das Piercing aus. Er verzichtete darauf, es wieder einzusetzen. Aber wegwerfen wollte er es auch nicht: «Ich habe es als Souvenir behalten.»

Bist du gepierct?

Wissen-Push

Deine Meinung

7 Kommentare