Aktien-Geschenk: Joghurt-Chef macht Mitarbeiter zu Millionären
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Aktien-GeschenkJoghurt-Chef macht Mitarbeiter zu Millionären

Hamdi Ulukaya, Chef des Joghurtherstellers Chobani, verschenkt zehn Prozent seiner Firma an seine Angestellten. Einige werden nun richtig reich.

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Je länger jemand in der Firma arbeitet, desto mehr Aktien bekommt er: Chobani gilt als grösste Molkerei der Welt.

Je länger jemand in der Firma arbeitet, desto mehr Aktien bekommt er: Chobani gilt als grösste Molkerei der Welt.

Keystone/AP/Drew Nash

Über ein weisses Paket dürften sich die Mitarbeiter des amerikanischen Joghurtherstellers Chobani besonders gefreut haben. Der Inhalt: Die Information, wie viele Aktien des Unternehmens jeder der 2000 Angestellten gerade erhalten hat. Hamdi Ulukaya, der Inhaber der grössten Molkerei der Welt, hatte entschieden, zehn Prozent seiner Firma an seine Belegschaft zu verschenken.

Wie die «New York Times» schreibt, zeigt sich der Selfmade-Milliardär vor allem dankbar. Er hätte das alles nicht ohne seine Mitarbeiter erreicht, sagt Ulukaya. Nun gehöre ein Teil der Firma ihnen. Das sei besser als Boni auszuzahlen. So würden sie noch engagierter für die Zukunft des Unternehmens arbeiten.

Im Durchschnitt 150'000 Dollar

Nicht jeder Mitarbeiter bekommt gleich viel vom Aktien-Kuchen. Je länger jemand für die Firma arbeitet, desto mehr Aktien bekommt er. So dürfte der durchschnittliche Mitarbeiter Aktien im Wert von etwa 150'000 Dollar erhalten. Es ist aber wahrscheinlich, dass einige nun mehr als eine Million Dollar besitzen.

Die Angestellten können das Geld aber nicht direkt realisieren, schreibt der «Tages Anzeiger». Sie bekommen die Beträge erst ausbezahlt, wenn die Firma verkauft wird oder an die Börse geht, was derzeit nicht geplant ist, oder wenn sie die Firma verlassen oder in Rente gehen.

Kurdischer Auswanderer

Ulukaya kam vor 20 Jahren als kurdischer Auswanderer in die USA. Weil das Joghurt, das er dort kaufen konnte, nicht seinen Vorstellungen entsprach, gründete er 2005 seine eigene Firma. Chobani war geboren. 2012 schliesslich eröffnete er in Twin Falls, Idaho die grösste Molkerei der Welt.

Bereits im Februar sorgte Ulukaya für Schlagzeilen. Er gab bekannt, die Hälfte seines Vermögens von rund 1,4 Milliarden Dollar zur Lösung des Flüchtlingselends einzusetzen. Dafür gründete er eine Stiftung, deren Mitglieder sich verpflichten, Zuwanderern Arbeitsplätze zu verschaffen.

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