Aktualisiert 08.04.2020 22:14

Entlassung per Whatsapp

Johan Djourou verklagt den FC Sion

Ihm wurde per Whatsapp gekündigt - das will FC-Sion-Kicker Johan Djourou nicht einfach auf sich sitzen lassen.

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Sion-Präsident Christian Constantin greift in Zeiten der Coronakrise zu drastischen Massnahmen: Er kündigt mehreren Spielern fristlos.

Sion-Präsident Christian Constantin greift in Zeiten der Coronakrise zu drastischen Massnahmen: Er kündigt mehreren Spielern fristlos.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Dazu gehören Mittelfeldspieler Pajtim Kasami ...

Dazu gehören Mittelfeldspieler Pajtim Kasami ...

Keystone/Salvatore di Nolfi
Alex Song (l.) ...

Alex Song (l.) ...

Keystone/Jean-christophe Bott

FC-Sion-Spieler Johan Djourou wurde am 19. März vom Walliser Club ohne Vorankündigung entlassen. Das lässt sich der 33-jährige Kicker nicht gefallen: Er verklagt den FC Sion wegen Ehrverletzung. Das berichtet das Schweizer Nachrichtenportal «Le Nouvelliste».

Sämtliche Spieler des FC Sion hatten vor knapp drei Wochen eine Whatsapp-Nachricht erhalten mit Informationen zum Vorschlag des Clubs, Kurzarbeit einzuführen. Die Spieler um Captain Xavier Kouassi hätten nur noch «80 Prozent ihres obligatorischen Salärs, das auf 12'530 Franken plafoniert ist», bekommen. Bis Mittwoch, 18. März, 12 Uhr, hatten sie Zeit, das Antwortformular zu retournieren.

Niemand akzeptiert den Vorschlag

Weil keiner der Spieler den Vorschlag akzeptierte, erhielten neun von ihnen erneut eine Whatsapp-Nachricht – sie wurden fristlos entlassen. Darunter Johan Djourou. «Ich bin enttäuscht. Und ich bin schockiert, wie über die Spieler und ihr vermeintliches Verhalten berichtet wird», sagte der 76-fache Schweizer Nationalspieler im Interview mit France Télévision.

Schon zu Beginn des Konfliktes war bekannt geworden, dass einige der entlassenen Spieler juristisch gegen Sion-Präsident Christian Constantin vorgehen wollten. Das hat Johan Djourou nun wahrgemacht.

Seine Absicht sei nicht, zurück ins Team zu kehren, sagt er. Eher wolle er «den verursachten Schaden vor Gericht reparieren.» Sollte er mit seiner Klage Recht bekommen, plant Djourou das Geld zu spenden.

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