Johnny Depp soll Amber Heard «wiederholt ins Gesicht geschlagen» haben
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Schwester sagt vor Gericht ausJohnny Depp soll Amber Heard «wiederholt ins Gesicht geschlagen» haben

Am Mittwoch stand Heards Schwester Whitney Henriquez im Zeugenstand vor Gericht. Dabei äusserte sie sich zur mutmasslichen Drogensucht und Gewaltanwendung ihres Ex-Schwagers.

von
Sabeth Vela
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Der Verleumdungsprozess von Johnny Depp und Amber Heard zieht sich schon mehrere Wochen.

Der Verleumdungsprozess von Johnny Depp und Amber Heard zieht sich schon mehrere Wochen.

imago/Future Image
Am Mittwoch sass die Schwester der 36-Jährigen, Whitney Henriquez, im Zeugenstand.

Am Mittwoch sass die Schwester der 36-Jährigen, Whitney Henriquez, im Zeugenstand.

Youtube/Law&Crime Network
Die 34-Jährige erzählte unter anderem vom Drogenkonsum ihres ehemaligen Schwagers.

Die 34-Jährige erzählte unter anderem vom Drogenkonsum ihres ehemaligen Schwagers.

Youtube/Law&Crime Network

Darum gehts

Der Verleumdungsprozess von Johnny Depp gegen seine Ex-Frau Amber Heard bringt fast täglich andere Zeuginnen und Zeugen in den Gerichtssaal in Virginia. Nun stand am Mittwoch auch die Schwester der «Aquaman»-Schauspielerin im Zeugenstand. Whitney Henriquez verriet dabei einige pikante Details.

Die 34-Jährige wurde vor Gericht aufgefordert, die Beziehung von ihrer Schwester zu deren Ex-Mann zu beschreiben. «Die beiden waren unglaublich verliebt», sagte die 34-Jährige darüber. Doch dieses Glück habe nicht lange angehalten, da es immer Streit gegeben hätte, sobald Johnny «high» war. Dazu erklärte Henriquez, dass sie den «Fluch der Karibik»-Darsteller «unzählige Male» betrunken gesehen habe und auch beobachtete, dass er immer «viele Drogen» konsumierte.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Problem mit illegalen Drogen?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Infodrog, Information und Substanzwarnungen

Whitney Henriquez konsumierte Drogen mit Johnny Depp

«Ich persönlich habe bei einigen Gelegenheiten mit ihm Kokain genommen und mit ihm getrunken», gestand Henriquez weiter. «Ich habe gesehen, wie er MDMA und gelegentlich auch Pilze genommen hat.» Ausserdem habe sie den Schauspieler einmal dabei beobachtet, wie er «aus einem Beutel ein paar Pillen genommen hat und sie einfach alle auf einmal geschluckt hat, nur um zu sehen, was passiert».

Im rund einstündigen Verhör sagte Henriquez zudem aus, dass Johnny immer für eine Weile nüchtern gewesen war – und dann genauso schnell wieder rückfällig wurde. «Er begann wieder zu konsumieren oder zu trinken, und es gab einen grossen Streit», so Heards Schwester. Bei solchen Auseinandersetzungen sei es bei dem Paar auch immer turbulent zu und her gegangen: «Wenn sie stritten, konnte man fast garantieren, dass dabei etwas kaputt gemacht wurde.»

«Wiederholte Schläge ins Gesicht»

Dabei sei auch sie selbst schon ins Feuer des Gefechts geraten. Henriquez äusserte sich zu einer Szene, die sie im Jahr 2015 im Penthouse des Paares miterlebte. «Ich stand im oberen Stock, mit dem Rücken zur Treppe, und Johnny rannte hoch.» Weiter behauptete sie: «Er kam hinter mich und schlug mir in den Rücken. Ich hörte Amber schreien: ‹Schlag nicht meine verdammte Schwester.›» Daraufhin habe Amber ihren Ex-Mann zurückgeschlagen. Doch dies wollte er nicht hinnehmen und habe Amber an den Haaren gepackt und ihr wiederholt ins Gesicht geschlagen. 

Mit der vorgängigen Vernehmung vom Dienstag endete die mehrtägige Aussage Heards. Zuvor hatte bereits ihr Ex-Mann vier Tage im Zeugenstand Rede und Antwort gestanden. Er hatte dabei bestritten, jemals handgreiflich gegenüber Heard gewesen zu sein. Die Schlussplädoyers wurden von Richterin Penney Azcarate auf den 27. Mai angesetzt. Dann entscheiden die Geschworenen.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

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Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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