Dank «umwerfendem» Impferfolg: Johnson bietet Austragung zusätzlicher EM-Spiele in Grossbritannien an
Publiziert

Dank «umwerfendem» ImpferfolgJohnson bietet Austragung zusätzlicher EM-Spiele in Grossbritannien an

Der britische Premierminister Boris Johnson bietet der Uefa Hand und will in Grossbritannien mehr als die geplanten Fussballspiele der EM stattfinden lassen.

1 / 4
Boris Johnson: Der britische Premier will zusätzliche EM-Spiele in Grossbritannien ausrichten.

Boris Johnson: Der britische Premier will zusätzliche EM-Spiele in Grossbritannien ausrichten.

Getty Images
Grund dafür ist der anhaltende Impferfolg in seinem Land. Bereits mehr als ein Drittel aller Erwachsenen haben eine erste Corona-Impfung erhalten. 

Grund dafür ist der anhaltende Impferfolg in seinem Land. Bereits mehr als ein Drittel aller Erwachsenen haben eine erste Corona-Impfung erhalten.

imago images/ZUMA Wire
Im Wembley-Stadion soll im Juli der Final der EM 2021 stattfinden. 

Im Wembley-Stadion soll im Juli der Final der EM 2021 stattfinden.

imago images/PA Images

Darum gehts

  • In Grossbritannien hat bereits mehr als ein Drittel aller Erwachsenen eine erste Corona-Impfung erhalten.

  • Für den britischen Premierminister Boris Johnson Grund zur Freude.

  • Nun bietet er der Uefa an, aufgrund des Impferfolgs zusätzliche EM-Spiele im Land auszurichten.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat angeboten, mehr Spiele der Fussball-Europameisterschaft diesen Sommer in seinem Land auszutragen. «Wir sind Gastgeber der Euro. Wir tragen Halbfinalspiele aus und den Final», sagte Johnson der Zeitung «The Sun». Mit Blick auf die Uefa sagte er: «Falls es irgendwelche anderen Spiele gibt, die ausgerichtet werden sollen, sind wir gewiss dazu bereit.» Wegen der andauernden Probleme durch die Coronavirus-Pandemie wird über Alternativ-Modelle für die Europameisterschaft debattiert. In Grossbritannien hat bisher mehr als ein Drittel der Erwachsenen eine erste Corona-Impfung erhalten, in den Augen Johnsons ein «absolut umwerfend» anhaltender Erfolg. Dieser sei vor allem der Einführung des von Astra-Zeneca in Oxford entwickelten britischen Impfstoffes zu verdanken, der zu einem Rückgang der Todesfälle und Krankenhausaufenthalte durch Covid geführt habe.

Im Hinblick auf die Austragungsmodalitäten der EM hatte die Uefa zuletzt mitgeteilt, sie halte an dem Modell fest, die um ein Jahr verlegte EM in zwölf Städten in zwölf Ländern auszutragen. Ein Sprecher Johnsons hatte vergangene Woche betont: «Wir konzentrieren uns auf die Spiele, die wir im Vereinigten Königreich austragen sollen.» London ist als Austragungsort für drei Gruppenspiele, einen Achtelfinal, die beiden Halbfinals und den Final am 11. Juli vorgesehen. Im schottischen Glasgow sollen ebenfalls drei Vorrundenpartien sowie ein Achtelfinal gespielt werden. Da alle Covid-Beschränkungen bis Mitte Juni aufgehoben werden sollen, hofft man, dass – mit Impfpässen und Massentests – das Wembley bis zum Final im Juli ein Fassungsvermögen von 90’000 Zuschauern haben könnte.

WM 2030 nach England und Irland?

Johnson betonte im Gespräch mit der «Sun», dass Grossbritannien gemeinsam mit Irland die Weltmeisterschaft 2030 austragen wolle. «Wir sind sehr, sehr daran interessiert, Fussball im Jahr 2030 nach Hause zu bringen. Ich denke, es ist der richtige Ort dafür», sagte der Premier. Grossbritannien sei die Heimat des Fussballs. «Es ist der richtige Zeitpunkt. Es wird eine absolut wunderbare Sache für das Land sein.»

Der «Sun» zufolge plant Finanzminister Rishi Sunak im neuen Haushalt, der an diesem Mittwoch vorgestellt wird, 2,8 Millionen Pfund (3,23 Mio Euro) für die Bewerbung ein, für die Frauen-EM 2022 in England sind zusätzliche 1,2 Millionen Pfund vorgesehen. «Wir wollen in den kommenden Jahren eine Menge Fussball sehen», sagte Johnson.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(dpa/erh)

Deine Meinung