#Nichtselbstverständlich : Joko und Klaas senden sieben Stunden nonstop für das Pflegepersonal
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#Nichtselbstverständlich Joko und Klaas senden sieben Stunden nonstop für das Pflegepersonal

Bei Joko und Klaas auf ProSieben kam das Pflegepersonal sieben Stunden lang ungefiltert und ohne Unterbrechung zu Wort. Pflegende und Zuschauer sind gerührt. Die Aktion #Nichtselbstverständlich flutet am Donnerstag die sozialen Medien.

von
Lea Gnos
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Joko Winterscheidt (l.) und Klaas Heufer-Umlauf hatten sich die Sendezeit für das Pflegepersonal erspielt. 

Joko Winterscheidt (l.) und Klaas Heufer-Umlauf hatten sich die Sendezeit für das Pflegepersonal erspielt.

ProSiebenSAT.1/ Stefan Gregorowius
Joko und Klaas haben mit ihren TV-Aktionen schon oft für Aufsehen gesorgt. 

Joko und Klaas haben mit ihren TV-Aktionen schon oft für Aufsehen gesorgt.

 ProSiebenSAT.1/ Stefan Gregorowius

Joko und Klaas haben mit ihren TV-Aktionen schon oft für Aufsehen gesorgt. So auch am Mittwoch, als sie zur Primetime bis in den frühen Donnerstagmorgen fast sieben Stunden lang zum Pflegenotstand in Deutschland sendeten. Die beiden Entertainer Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf können in der Show «Joko & Klaas gegen ProSieben» 15 Minuten frei verfügbare Sendezeit ihres Arbeitgebers erspielen. Für die Aktion hatten die Moderatoren ProSieben diesmal um etwas mehr Sendezeit, als die sonst übliche Viertelstunde gebeten.

Die Sendung, in der sich die beiden vor dem Pflegepersonal verneigten, lief zudem komplett ohne Werbung. Unter dem Motto #Nichtselbstverständlich kamen Frauen und Männer aus Spitälern und Altersheimen zu Wort.

Mit einer kleinen Kamera konnten die Zuschauer beispielsweise bei einer Schicht der Gesundheits- und Krankenpflegerin Meike Ista im Knochenmark- und Transplantationszentrum der Uniklinik Münster dabei sein. Die Visite bei den Patientinnen und Patienten wurde ungekürzt gezeigt, jeder einzelne Arbeitsschritt war zu sehen. Der Zuschauer konnte unmittelbar miterleben, was es bedeutet, in der Pflege zu arbeiten.

Der Bielefelder Intensivpfleger Ralf Berning wies auf die andauernde Überlastung hin. Er kenne Leute, die 23 Tage am Stück arbeiteten, das sei «völlig unmenschlich». Er sei lange Soldat gewesen und ginge lieber wieder nach Afghanistan, als noch einmal so etwas Schlimmes zu erleben, wie während der zweiten Corona-Welle im Herbst. Viele würden zudem ihren Beruf aufgeben, weil sie nicht mehr könnten, hiess es in der Sendung.

Ein Kölner Krankenpfleger sagte in der Sendung, es sei traurig, dass eine Pandemie nötig gewesen sei, um die schlimme Situation der Pflege in Deutschland zu verdeutlichen. Eine Altenpflegerin sagte, es sei schlimm, dass manchmal nur zwei Pflegende für 35 Pflegebedürftige zuständig seien. Das Publikum reagierte begeistert auf das TV-Experiment, genau wie viele Pflegende selber.

Selbst die TV-Konkurrenz war beeindruckt.

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