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Nach schwerer PleiteJosé Mourinho verliert wieder einmal die Nerven

Der Trainer von Manchester United verlässt die Pressekonferenz nach einer schweren Niederlage verärgert.

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«Respekt»: Ein wütender Mourinho verlässt die Pressekonferenz. Video: AFP.

José Mourinho kann vieles. Er kann überraschen, er kann unterhalten, er kann arrogant sein. Aber Mourinho kann im Moment nicht gewinnen.

Der Trainer von Manchester United muss am Montagabend die Niederlage im Heimspiel gegen Tottenham erklären. Es ist die zweite in Folge, nach der Blamage bei Brighton & Hove Albion (2:3). Das Resultat gegen Tottenham fällt mit 0:3 dermassen klar aus, dass Mourinho mit der Aussage überrascht: «Vom Taktischen her haben wir nicht verloren. Aber wir haben das Spiel verloren.» Er befindet ebenfalls, dass sein Team gut gespielt habe.

In den Wochen zuvor war Mourinho noch auf seinen Spielern herumgetrampelt, war mit dem Kader mehr als unzufrieden, redete praktisch alles schlecht. Und nun, nach einem 0:3? Plötzlich alles gut, «die Spieler haben den Applaus verdient». Tatsächlich hatten die Zuschauer geklatscht, als die Mannschaft das Feld verliess.

Die Journalisten lachen

Mourinho sieht sich den kritischen Fragen der Journalisten ausgesetzt, in England gilt er als Anwärter Nummer 1 auf den ersten entlassenen Trainer der Liga, so sehen es die Buchmacher, nach der gestrigen Niederlage umso mehr. Dann, nach etwas mehr als sechs Minuten Pressekonferenz, zeigt sich Mourinho unterhaltend und arrogant zugleich.

Von den drei Gegentoren leitet er zu seinen drei Premier-League-Titeln, die er als Trainer mit Chelsea (2005, 2006, 2015) geholt hat. Er sagt: «Ich habe alleine mehr Premier-League-Titel gewonnen als die 19 anderen Trainer zusammen.» Dann steht er auf und wiederholt: «Drei für mich. Zwei für die anderen.» Er verlangt: «Respekt. Respekt. Respekt, Männer. Respekt. Respekt.»

Mourinho geht, vielleicht ist es mehr als nur ein Abgang von dieser Pressekonferenz.

Die Journalisten lachen.

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