Josef Fritzl: Auch ein gefürchteter Freier
Aktualisiert

Josef Fritzl: Auch ein gefürchteter Freier

Neues vom Inzest-Drama: Josef Fritzl war offenbar Stammgast in einem Linzer Bordell.

Ein ehemaliger Kellner erinnert sich an den regelmässigen Kunden: Er sei «pervers» und äusserst geizig gewesen. Fritzl sei stets korrekt gekleidet und höflich gewesen; allerdings sei schnell klar gewesen, dass es ihm um Dominanz und nicht ums Vergnügen gegangen sei. Als Freier war Fritzl gefürchtet: Zwei Prostituierte hätten sich geweigert, mit ihm aufs Zimmer zu gehen.

Die Ermittlungen am Tatort dauern unterdessen an: Die Polizei vermutet, dass sich im Keller zusätzliche, noch unentdeckte Hohlräume befinden. Weitere «dramatische Funde» werden aber nicht erwartet. Zurzeit werden letzte DNA-Spuren gesichert. Nächste Woche sollen Sachverständige ihre Arbeit aufnehmen Hass und Aggressionen wütender Bürger werden ausser auf Fritzl auch auf seinen Anwalt Mayer projiziert: Dieser hat schon mehrere Morddrohungen erhalten.

Der Geisteszustand des Tatverdächtigen soll von der renommierten Medizinerin Adelheid Kastner untersucht werden. Heute Mittwoch wird Fritzl erstmals von der Staranwältin Christiane Burkheiser befragt. Die Haftprüfungsverhandlung gegen den Tatverdächtigen findet am Freitag statt. Dann wird entschieden, ob seine U-Haft verlängert wird. Die Opfer des Inzest-Dramas werden erst viel später befragt.

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