Aktualisiert 11.03.2014 02:50

UkraineJournalisten auf der Krim verschleppt?

Offenbar sind auf der Halbinsel Krim eine Journalistin und ein Fotograf verschwunden. Unterdessen hat die Nato Aufsichtsflugzeuge nach Polen und Rumänien entsendet.

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Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen beschrieb ein dreistufiges Verfahren, wie das Militärbündnis auf die Krim-Krise reagieren will. «Wir haben seit Sonntag mehrere wichtige Schritte unternommen», sagte Rasmussen in einem Gespräch mit der «Bild»-Zeitung vom Montag. «Die Auswirkungen der Krise auf die Allianz werden von uns gründlich untersucht.»

Das schliesse auch die Unterstützung von Mitgliedsländern mit Abwehrsystemen ein. Dass die USA «weitere Kampfjets für unsere Luftraumüberwachung der baltischen Staaten zur Verfügung gestellt haben», zeige die Geschlossenheit der Allianz, so Rasmussen.

Zusammenarbeit mit Ukraine stärken

«Zweitens werden wir unsere Partnerschaft mit der Ukraine intensivieren und noch besser zusammenarbeiten, um demokratische Reformen zu erreichen», sagte Rasmussen. Dazu werde die Zusammenarbeit mit der politischen und militärischen Führung der Ukraine ausgeweitet. Auch würden die Anstrengungen erhöht, die Leistungsfähigkeit der ukrainischen Armee zu verbessern – unter anderem durch gemeinsame Übungen und Ausbildungsprogramme.

«Drittens haben wir deutlich gemacht, dass Russland gegen die Prinzipien verstösst, auf denen unsere Partnerschaft beruht», sagte Rasmussen. «Die Planungen für unseren ersten gemeinsamen Militäreinsatz sind abgebrochen.» Sämtliche Treffen zwischen zivilen und militärischen Mitarbeitern seien aufgeschoben. Die gesamte Bandbreite der Zusammenarbeit zwischen der Nato und Russland werde neu bewertet. (sda)

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