In US-Magazin: Journalistin beschreibt Rösti als «wurstlastig» und überteuert

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In US-MagazinJournalistin beschreibt Rösti als «wurstlastig» und überteuert

Die New Yorker Journalistin Celeste Polanco lebte im Jahr 2020 drei Monate in der Schweiz und verarbeitete ihre Erlebnisse in einem Erlebnisbericht. Überzeugt hat sie vor allem die Freundlichkeit der Schweizerinnen und Schweizer. 

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Die Beauty Bloggerin schreibt für diverse US-Magazine und hat 130’000 Follower auf Tiktok. 

Die Beauty Bloggerin schreibt für diverse US-Magazine und hat 130’000 Follower auf Tiktok. 

Screenshot Instagram/sheiscelestee
Die Sicherheit im Land und die Gelassenheit der Schweizerinnen und Schweizer haben es ihr angetan. 

Die Sicherheit im Land und die Gelassenheit der Schweizerinnen und Schweizer haben es ihr angetan. 

Screenshot Instagram/sheiscelestee

Daum gehts

  • Eine New Yorker Bloggerin und Journalistin zog im Jahr 2020 für drei Monate in die Schweiz und schrieb danach über ihre Erlebnisse. 

  • Sie lebte mit ihrem Partner in Basel. 

  • Im Text schwärmt sie von der Sicherheit und der Freundlichkeit der Menschen.

  • Das Essen fand sie überteuert und «fade», für ein Stück Pizza habe sie 15 Dollar bezahlt.

Eine US-Amerikanerin schreibt im Magazin «Insider» über ihre Erfahrungen in der Schweiz. «Während meiner gesamten Zeit in der Schweiz war ich sowohl beeindruckt als auch verblüfft von der Freundlichkeit und Geduld der Fremden», beginnt die Journalistin Celeste Polanco den Text. Sie hat auf Tiktok über 130’000 Follower. 

Zum Aufenthalt kam es demnach, weil ihr Partner ein Jobangebot in Basel angenommen hatte. Weil er dann dauernd von der Work-Life-Balance und der geringen Kriminalität schwärmte, schreibt die Journalistin, hätte sie ihn kurzerhand besucht. Auch, da sie sich laut ihrer eigenen Aussage seit der Pandemie «deprimiert und überarbeitet» gefühlt hätte. 

«Die New Yorkerin in ihr hätte den Mittelfinger erwartet»

Im Vergleich zu New York beschreibt sie die Schweiz als «entspannt, höflich und zuvorkommend». Allerdings hätte sie einige Zeit gebraucht, um sich an das langsamere Tempo zu gewöhnen. Vom Barista im Kaffeeladen hatte sie zudem das Gefühl, dass dieser «wirklich daran interessiert sei», wie ihr Tag verlaufen war.  

Als New Yorkerin hätte sie die Gelassenheit der Menschen schockiert, so zum Beispiel, als ein Mann sich an ihren Tisch setzte. Als sie ihn dann darauf aufmerksam gemacht hätte, dass besetzt sei, sei dieser einfach gegangen. Die New Yorkerin in ihr hätte seinen Mittelfinger erwartet, ergänzt sie. 

«Mädchen, das ist die Schweiz. Darüber machen wir uns keine Gedanken»

Auf den Schweizer Strassen fühlte sie sich sicher, schreibt die Journalistin weiter und beschreibt eine weitere Situation: Als sie sich bei Abenddämmerung von einer Freundin verabschiedete, bat sie diese, ihr eine SMS zu schicken, sobald zu Hause angekommen, da Polanco das in New York immer mache. Die Freundin habe gekichert und gesagt: «Mädchen, das ist die Schweiz. Darüber machen wir uns hier keine Gedanken.»

Weiter rühmt sie im Text die Sauberkeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Präsenz der Menschen. Im Vergleich zu den Menschen im Big Apple würden die Schweizer nämlich nicht so oft auf ihre Handys schauen. 

Rösti, ein «kartoffel- und wurstlastiges» Gericht

Als New Yorkerin hätte sie zudem die kulinarische Vielfalt und Verfügbarkeit vermisst, was ihr aber im Voraus klar gewesen sei. Trotzdem sei sie von der traditionellen Schweizer Küche enttäuscht worden, weil sie weniger schmackhaft, dafür aber teurer als erwartet gewesen sei.

Rösti beschreibt sie als kartoffel- und wurstlastiges Gericht, das nicht nur fade sei, sondern auch ein Vermögen koste. Sie bedauerte nach dem Verzehr des Essens, sich nicht für ein Fondue entschieden zu haben. Allgemein erschienen ihr die Preise für das Auswärtsessen überteuert. So beschreibt sie, 15 Dollar für ein Stück Pizza bezahlt zu haben. 

«Rassismus ein Thema, das angesprochen werden muss»

Die Journalistin beschreibt zudem noch eine Situation, in der sie offenbar wegen ihrer Hautfarbe von einem Polizisten grundlos zur Rede gestellt und kontrolliert wurde. Die Reaktion eines Schweizer Freundes auf den Vorfall habe ihr bewusst werden lassen, dass das Thema Rassismus in der Schweiz ein Thema sei, dass angesprochen werden müsse. 

Dass der Freund ihr antwortete, dass dieser «wohl nur seine Arbeit gemacht hätte», hätte sie enttäuscht. Sie beschreibt diesen Moment als einen, in dem sie ihre Freunde in Amerika vermisste, die ihr nicht das Gefühl gegeben hätten, die Ereignisse mehrfach erklären zu müssen.

(sys)

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