Jubel bei der Deutschen Bank

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Jubel bei der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank hatte ehrgeizige Renditeziele und diese mit einem deutlichen Gewinnsprung sogar leicht übertroffen. Kein Wunder, dass die Bank den Vertrag mit Joe Ackermann trotz der erheblichen Risiken verlängert hat.

Das grösste deutsche Bankhaus verbesserte das Ergebnis vor Steuern um 58 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Nach Steuern betrug das Plus 53 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich auf 26 Prozent, wie das Institut am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Vorstandschef Josef Ackermann hatte als Zielmarke eine Rendite von 25 Prozent vorgegeben.

Allein im vierten Quartal steigerte die Bank ihren Gewinn nach Steuern um satte 280 Prozent auf 741 Millionen Euro. Ackermann erklärte: «Die Deutsche Bank erreichte ein besonders hervorragendes Resultat in 2005 mit Rekordergebnissen sowohl im Konzernbereich Corporate and Investment Bank als auch im Konzernbereich Private Clients and Asset Management».

Ackermann: Vertrag verlängert

Der Vertrag des 57-jährigen Schweizers bei Deutschlands grösstem Geldhaus läuft nun bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2010. Zugleich berief der Aufsichtsrat Ackermann zum Vorstandsvorsitzenden.

Bislang hatte er die Funktion des Vorstandssprechers inne und erfährt somit eine Aufwertung in seinem Amt. Ackermanns Vertrag wäre ursprünglich gegen Jahresende ausgelaufen.

Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH), den Mannesmann-Prozess neu aufrollen zu lassen, waren Zweifel an einer Vertragsverlängerung aufgekommen. Ackermann hatte mehrfach seinen Willen bekräftigt, weitermachen zu wollen. Im Falle einer Verurteilung wird Ackermann wohl kaum als Chef der Deutschen Bank tragbar sein.

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