Olympia  - Judoka verweigert Kampf gegen Israeli und wird disqualifiziert
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Olympia Judoka verweigert Kampf gegen Israeli und wird disqualifiziert

Wegen seiner Unterstützung für die Palästinenser im Nahostkonflikt will Judoka Fethi Nourine einen Kampf nicht austragen. Bereits 2019 wollte Nourine nicht gegen einen Israeli antreten.

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Fethi Nourine wurde wegen seiner Kampfverweigerung disqualifiziert.

Fethi Nourine wurde wegen seiner Kampfverweigerung disqualifiziert.

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Nourine war bereits 2019 von der Judo-Weltmeisterschaft disqualifiziert worden, weil er den Kampf gegen den israelischen Sportler Tohar Butbul verweigert hatte.

Nourine war bereits 2019 von der Judo-Weltmeisterschaft disqualifiziert worden, weil er den Kampf gegen den israelischen Sportler Tohar Butbul verweigert hatte.

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Gestriger Kampf im Judo: Der 25 Jahre alte Plafky aus Hennef verlor im berühmten Kampfsportzentrum Nippon Budokan in der Klasse bis 60 Kilogramm gegen den Belgier Jorre Verstraeten ebenfalls im Golden Score mit Ippon.

Gestriger Kampf im Judo: Der 25 Jahre alte Plafky aus Hennef verlor im berühmten Kampfsportzentrum Nippon Budokan in der Klasse bis 60 Kilogramm gegen den Belgier Jorre Verstraeten ebenfalls im Golden Score mit Ippon.

Benoit Doppagne/BELGA/dpa

Der algerische Judoka Fethi Nourine muss die Olympischen Spiele vorzeitig verlassen, nachdem er einen Kampf gegen einen israelischen Athleten verweigert hat. Das algerische Olympische Komitee erkannte Nourine und seinem Trainer Benichlef am Samstag die Akkreditierung ab und ordnete ihre Rückreise an. Die Internationale Judo-Föderation teilte mit, Nourines Verhalten stehe «im totalen Gegensatz zur Philosophie» des Verbandes.

Nourine hatte am Donnerstagabend einem algerischen Fernsehsender gesagt, er könne wegen seiner politischen Unterstützung für die Palästinenser im Nahostkonflikt nicht gegen einen Israeli antreten. «Wir haben viel gearbeitet, um die Olympischen Spiele zu erreichen (...) aber die palästinensische Sache ist grösser als all das», sagte er. Nourine war bereits 2019 von der Judo-Weltmeisterschaft disqualifiziert worden, weil er den Kampf gegen einen israelischen Sportler verweigert hatte.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

(AFP/kat)

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