Aktualisiert 03.11.2009 19:11

JerusalemJüdische Siedler vertreiben Familie aus Haus

Jüdische Siedler haben gewaltsam eine Familie aus einem Haus in Ostjerusalem vertrieben, das ihnen offenbar von einem Gericht zugesprochen wurde.

Dabei kam es zu Zusammenstössen zwischen ihnen und Palästinensern sowie Israelis, die die Araber unterstützten. Ein israelischer Demonstrant wurde von der Polizei festgenommen. Menschenrechtler warfen den Siedlern vor, sie wollten ihre Präsenz in dem traditionell arabischen Stadtteil verstärken.

Die Siedler zeigten eine gerichtliche Anordnung vor, die sie zu den Eigentümern des einstöckigen Hauses erklärte. Sie hätten «das Gesetz selbst in die Hand genommen», kritisierte Rabbi Jehiel Grenimann von der Organisation Rabbis für Menschenrechte und erklärte, die Palästinenser sollten so «Schritt für Schritt» vertrieben werden. Grenimann zufolge lebten in dem Haus 29 Mitglieder einer Familie. Einige von ihnen zogen dort ein, nachdem sie nach einer Gerichtsentscheidung aus einem Haus im gleichen Viertel vertrieben worden waren. (dapd)

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