Jugend mit Essstörungen
Aktualisiert

Jugend mit Essstörungen

Immer mehr Jugendliche mit Essstörungen werden ins Spital eingeliefert. Das Kinderspital St.Gallen ist bereits am «am Rande des Machbaren» angelangt.

«Die Zahl der Essgestörten am Kinderspital hat nicht nur zugenommen, auch der Schweregrad ist gestiegen», sagt Josef Laimbacher, leitender Arzt der Abteilung Jugendmedizin am Kinderspital St.Gallen. «Wir sind am Rande des Machbaren, weisen aber niemanden ab und bauen laufend aus», so Laimbacher.

Der grösste Teil der Patienten sind pubertierende, an Bulimie oder Magersucht erkrankte Frauen. Es mussten aber auch schon Kinder im frühen Primarschulalter behandelt werden. Gründe für die Zunahme sind laut Laimbacher der steigende Leistungsdruck sowie der Schönheits- und Fitnesswahn. Der Arzt betont: «Essstörung sind eine schwere Krankheit, oft kombiniert mit Begleitkrankheiten.»

Auch das Kinderspital Zürich verzeichnet eine deutliche Zunahme an essgestörten Jugendlichen. «Wir behandeln in der Regel zwischen fünf bis acht Patienten gleichzeitig – aktuell sogar mehr», so Christoph Rutishauser, Leiter der Adoleszentenmedizin. Und auch am Berner Inselspital werden sehr viele Essgestörte behandelt – vor allem immer mehr Übergewichtige. Deshalb wurde speziell eine Adipositas-Sprechstunde ins Leben gerufen, die äusserst gefragt ist.

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