Jugend wird besser vor Alkohol geschützt

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Jugend wird besser vor Alkohol geschützt

Wer Minderjährigen Alkohol abgibt, macht sich bald strafbar. Zusammen mit dem Rauch- und Werbeverbot tritt in Bern ab Januar die härteste Jugendschutzbestimmung der Schweiz in Kraft.

«Wir haben bald das beste und fortschrittlichste Jugendkonzept der Schweiz», freut sich EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Ab dem 1. Januar 2007 wird in Bern mit einer Busse bestraft, wer Minderjährigen Alkohol verkauft oder für seinen kleinen Bruder oder ein jüngeres Gspänli Alkohol kauft.

«Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist ein Riesenproblem», sagt Löffel. «Exzesse und Wochenendorgien richten bei Minderjährigen massive Schäden an, weil ihr Hirn sich noch in der Entwicklung befindet.» Seit Jahren kämpft der Suchtexperte für einen verschärften Jugendschutz. Er hofft nun, dass den Jungen das grosse Risiko durch die neuen Alkoholbestimmungen stärker bewusst wird.

Die Polizei ist sich im Klaren, dass sich diese nur schwer durchsetzen lassen: «Wir haben keine Spezialisten, die das überprüfen», sagt Kapo-Sprecher Olivier Cochet. «Wenn wir Minderjährige mit Alkohol erwischen, fragen wir aber, woher sie ihn haben.»

Ab 2007 wird im Kanton Bern auch den jungen Rauchern der Kampf angesagt: Zigaretten gibts neu erst ab 18 Jahren. Zudem gelten restriktive Werbeverbote für Tabakwaren und Alkohol.

Lorenz Hanselmann

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