Jugendbanden in Herisau und Altstätten zerschlagen
Aktualisiert

Jugendbanden in Herisau und Altstätten zerschlagen

Die Polizei hat in der
Ostschweiz gleich zwei
kriminelle Jugendbanden
ermittelt. Bei einer
beträgt der Deliktsbetrag
über 100000 Franken.

Sechs mehrheitlich balkanstämmige junge Männer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren haben im Frühjahr 2007 im Rheintal ihr Unwesen getrieben. Dabei erbeuteten sie Bargeld und Ware im Wert von über 100000 Franken. Zwei der Täter verabschiedeten sich daraufhin mit dem Geld ins Ausland. Doch die Beute reichte nicht lange. Als ihnen das Geld ausging, kamen sie in die Schweiz zurück, um neue Straftaten zu begehen. Dabei wurden sie von der Polizei erwischt.

Auch die Kapo Appenzell Ausserrhoden hat eine kriminelle Jugendbande gefasst: Bei den Tätern handelt es sich um elf Jugendliche, mehrheitlich Schweizer, im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Sie hatten am 31. Januar am Bahnhof Herisau einem 17-jährigen Dealer abgepasst, weil sie wussten, dass er einige hundert Franken auf sich trug. Das Opfer wurde dort von einem Teil der Bande in die Zange genommen, aber wieder laufen gelassen, weil er sich herausreden konnte, er habe kein Geld. Wenig später sahen die Täter den jungen Drogendealer wieder – mit 900 Franken bei der Chälblihalle. Auf dem WC überfielen sie ihn nochmals und raubten das Geld.

Lukas Nef

Ein krasser Einzelfall?

Paul Signer, Gemeindepräsident von Herisau, bezeichnet den neusten Fall

von Jugendkriminalität in Herisau als «krassen Einzellfall». Trotz wiederkehrender Probleme mit Jugendgewalt, Littering und Vandalismus ist es nach Ansicht von Signer in Herisau nicht schlimmer als in Gossau, Wil oder St.Gallen. Allerdings steigt der Leidensdruck in der Herisauer Bevölkerung: Im März trifft sich Signer zu Gesprächen mit einer Gruppe Freiwilliger, die sich aktiv dafür einsetzen wollen, dass Herisau wieder sicherer und sauberer wird.

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